Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 020106 - 0022 Ginnheim: Psychisch kranker Mann schoss bei Nachbarn durch die Tür.

        Frankfurt (ots) - Mit dem Schrecken kam ein 36-jähriger
Ginnheimer davon, nachdem sein psychisch kranker Nachbar mehrere
Schüsse auf seine Wohnungstür abgegeben und die Geschosse das
Türblatt durchschlagen hatten. Stunden später konnte der Schütze in
einem Lokal festgenommen werden. Der 47-jährige Täter klingelte am
vergangenen Freitagabend gegen 19.25 Uhr in der Theodor-Storm-Straße
bei seinem unmittelbaren Nachbarn. Nachdem dieser die Tür geöffnet
hatte, beschimpfte er ihn wegen des Lärms in der Silvesternacht.  
Ohne auf diese Diskussion einzugehen, schloss der 36-Jährige wieder
seine Tür und ging zurück ins Wohnzimmer. Er hörte noch - so seine
spätere Aussage - wie der 47-Jährige äußerte, dass er nun seine
"Wumme" holen werde. Wenige Augenblicke später peitschten fünf
Schüsse in einer Höhe von etwa 1,20 m durch die Wohnungstür. Später
konnten drei Geschosse im Flur und zwei weitere in der an der
Garderobe aufgehängten, wattierten Jacke des Wohnungsinhabers
sichergestellt werden. Sofort verständigte der Geschädigte den
Polizeinotruf.  Da zunächst der Verdacht bestand, dass sich der
Täter noch in seiner Wohnung befinden würde, wurde die Eingangstür
durch das  Überfallkommando gewaltsam geöffnet und die
Räumlichkeiten mit negativem Ergebnis durchsucht. Jedoch stellten
die Beamten zwei scharfe Waffen, ein Vorderladergewehr und eine
Duellpistole mit entsprechendem Zubehör sicher. Darunter allerdings
nicht die Tatwaffe.  Etwa drei Stunden später konnte der Gesuchte
festgenommen werden.  Er tauchte mit einem Beutel Fastfootessen in
einem Weinlokal in der Schloßstraße auf und erzählte dort lautstark
von seinen Waffen und einer Schießerei. Daraufhin verständigte eine
Kellnerin des Lokals die Beamten des nahegelegenen 13.
Polizeireviers. Kurze Zeit später erfolgte die vorläufige Festnahme
des Mannes, nachdem bereits gezielt gefahndet wurde. Bei seiner
Ergreifung hatte er die Tatwaffe ebenfalls nicht dabei.  Die
Ermittlungen wurden zwischenzeitlich durch das Kommissariat für
Tötungsdelikte übernommen, da gegen ihn ein Strafverfahren wegen des
Verdachts der versuchten Tötung und des Verstoßes gegen das
Waffengesetz eingeleitet wurde. Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen
macht der Beschuldigte keine Angaben, auch nicht wo er die Tatwaffe
abgelegt hat. Der offensichtlich bereits seit Jahren psychisch
Erkrankte wurde am späten Samstagnachmittag dem Haftrichter mit der
Anregung überstellt, einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn zu
erlassen bzw. eine Einweisung in die Psychiatrie zu verfügen. Die
ergangene Entscheidung ist der Polizei zurzeit noch nicht bekannt.
(Jürgen Linker/ -8044).

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0172-6591380.


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