LKA-HE: Hessenweite Aktionswoche gegen Wohnungseinbruchdiebstahl Kontrollen, Prävention und Aufklärung im Fokus
Wiesbaden (ots)
2.251 Personen- und 1.124 Fahrzeugkontrollen, 38 Durchsuchungsmaßnahmen und ein vollstreckter Haftbefehl - das ist die Bilanz der landesweiten Aktionswoche gegen Wohnungseinbruchdiebstahl der hessischen Polizei.
Im Zeitraum von Montag bis Sonntag, 8. bis 14. Juni, wurden die Maßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Einbrechern intensiviert. Neben verstärkten Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen standen Präventionsangebote sowie eine umfassende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. Die Einsatzwoche, die vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) koordiniert wurde, war lediglich ein Teil einer umfangreichen Bekämpfungsstrategie im Rahmen der Kampagne "Gemeinsam Sicher vor Diebstahl und Einbruch".
Innenminister Roman Poseck betonte: "Mit der Aktionswoche haben wir unsere Kampagne 'Gemeinsam sicher vor Diebstahl und Einbruch' landesweit weiter vorangebracht. Wohnungseinbrüche treffen die Menschen dort, wo sie sich am sichersten fühlen sollten, nämlich in den eigenen vier Wänden. Deshalb nehmen wir den Anstieg der Fallzahlen im letzten Jahr sehr ernst. Mittelfristig zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik zwar eine erfreuliche Entwicklung, denn zwischen 2015 und 2025 sind die Wohnungseinbruchdiebstähle in Hessen um rund 42 Prozent zurückgegangen. Der Anstieg um 910 auf 6.777 Fälle im vergangenen Jahr ist für mich jedoch ein klarer Handlungsauftrag. Diesem Trend treten wir konsequent entgegen. Die Bilanz der Aktionswoche zeigt, dass unsere Gesamtstrategie aus Prävention, Repression und moderner Technik greift. Tausende Kontrollen, eine Vielzahl an Beratungen und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit gehen Hand in Hand. Mein Dank gilt allen eingesetzten Kräften der hessischen Polizei. Unser Ziel bleibt klar. Wir wollen die Fallzahlen wieder nachhaltig senken und die Sicherheit der Bürger in ihren eigenen vier Wänden bestmöglich gewährleisten."
Daniel Muth, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts, sagte: "Wohnungseinbruchdiebstähle verursachen nicht nur materielle Schäden, sondern greifen unmittelbar in die Privatsphäre der Betroffenen ein und beeinträchtigen zumeist nachhaltig das Sicherheitsgefühl der Opfer. Die hessenweite Aktionswoche hat gezeigt, dass die enge Verzahnung von Prävention, Öffentlichkeitsarbeit und konsequenter polizeilicher Kontrolle elementarer Bestandteil bei der Bekämpfung von Wohnungseinbruchdiebstahl ist. Unser Ziel bleibt es, Tatgelegenheiten zu reduzieren, Täter konsequent zu verfolgen und Bürgerinnen und Bürger für wirksame Schutzmaßnahmen zu sensibilisieren."
Offene und verdeckte Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen:
Während der Aktionswoche führten Einsatzkräfte der sieben hessischen Polizeipräsidien mit Unterstützung des Hessischen Präsidiums Einsatz umfangreiche offene und verdeckte Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen durch. Diese konzentrierten sich insbesondere auf überregionale Reisewege, Autobahnen und bekannte Aufenthaltsorte von bereits im Deliktsfeld straffällig gewordenen Personen.
Insgesamt wurden während der Einsatzwoche 2.251 Personen und 1.124 Fahrzeuge kontrolliert, 38 Objekte überprüft und eine Person festgenommen. Einen weiteren Schwerpunkt der Aktionswoche bildeten die umfangreichen Präventionsmaßnahmen der hessischen Polizei. Mit 25 Informations- und Messeständen, 26 WED-Beratungen (in Wohn-, Gewerbebetriebe sowie vor Ort und auf der Dienststelle), 5 WED-Vorträgen, 50 sogenannten Präventionsstreifen und 2.593 individuellen Beratungsangeboten wurden Bürgerinnen und Bürger hessenweit über wirksame Maßnahmen zum Schutz vor Wohnungseinbruchdiebstahl informiert. Die Beratungen umfassten insbesondere Empfehlungen zur mechanischen und elektronischen Sicherung von Fenstern und Türen, zur Verbesserung des Einbruchschutzes sowie Hinweise zum sicherheitsbewussten Verhalten im Alltag.
Flankiert wurde die Aktionswoche durch eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Mit Pressemitteilungen und Social-Media-Beiträgen auf den Kanälen der hessischen Polizei wurden Bürgerinnen und Bürger für das Thema Wohnungseinbruchsdiebstahl sensibilisiert und über Möglichkeiten zum Schutz vor Einbrüchen informiert.
Beratungsangebote der hessischen Polizei:
Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich ganzjährig über geeignete Maßnahmen zur Sicherung ihres Zuhauses zu informieren. Die Fachberaterinnen und Fachberater der kriminalpolizeilichen Prävention stehen hessenweit für kostenlose und neutrale Beratungen zur Verfügung. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage der hessischen Polizei unter:
Hintergrund Fallzahlen Wohnungseinbruchdiebstahl:
Im Jahr 2025 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Hessen insgesamt 6.777 Fälle des Wohnungseinbruchsdiebstahls erfasst. Gegenüber dem Vorjahr (2024: 5.867 Fälle) entspricht dies einem Anstieg um 910 Fälle beziehungsweise 15,5 Prozent. Von den im Jahr 2025 registrierten Fällen verblieben 2.894 Taten und damit 42,7 Prozent im Versuchsstadium. Insgesamt hat sich die Anzahl der erfassten Wohnungseinbrüche im Zehn-Jahres-Vergleich in Hessen beinahe halbiert (2015: 11.595 erfasste Fälle).
Rückfragen bitte an:
Hessisches Landeskriminalamt
Tim Schimmer
Telefon: 0611/83-8310
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