Landeskriminalamt Schleswig-Holstein

LKA-SH: Internationale Tagung zur polizeilichen Zusammenarbeit in der Kriminalitätsbekämpfung - LKA verzeichnet kontinuierlichen Anstieg der Rechtshilfefälle

      Kiel (ots) - Am 21./22. September 2000 findet unter Vorsitz
des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein ( LKA ) eine
internationale Tagung von Polizeipraktikern zum Thema
«Internationale Zusammenarbeit in der Kriminalitätsbekämpfung»
in der Verwaltungsfachhochschule Altenholz statt.

    An der Tagung nehmen u. a. Vertreter des Europäischen Polizeiamtes EUROPOL, des Bundeskriminalamtes, der Grenzpolizeiabteilung Padborg / Dänemark, der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein, des Bundesgrenzschutzes und des Zolls teil.

    Hans-E. Gersonde, Direktor des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein:     «Vor dem Hintergrund immer mobiler werdender Straftäter kommt Schleswig-Holstein nach Wegfall der Grenzkontrollen zu Dänemark eine gesteigerte Bedeutung zu. Polizeiliche Maßnahmen müssen sich daran ausrichten. Das LKA wird den Prozess begleiten und als Partner und Zentralstelle für die Polizeidienststellen des Landes zur Verfügung stehen.»

    Auf der Tagung wird die Funktion des Europäischen Polizeiamtes EUROPOL und die Rolle des Bundeskriminalamtes bei der praktischen Ermittlungsarbeit der Polizeidienststellen ebenso betrachtet wie die europäische Zusammenarbeit der Justizbehörden.

    Nach derzeitiger Planung fallen die Grenzkontrollen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Dänemark am 25.3.2001 weg. Mit der Öffnung der Grenze wäre auch eine Erweiterung des Kriminalitätsraumes für potentielle Straftäter verbunden. Lokale Täter hätten die Möglichkeit, ihr «Wirkungsgebiet» auch in das jeweils angrenzende Land auszuweiten, ohne direkte Kontrollen an den Landesgrenzen befürchten zu müssen.

Peter Thaysen, Grenzpolizeiabteilung Padborg / Dänemark:     «Die Dänische und die Schleswig-Holsteinische Polizei werden eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Insbesondere bei grenzüberschreitender Kriminalität muss ein schneller und unbürokratischer Informationsaustausch stattfinden.»

    Die Zahl der internationalen Rechtshilfeersuchen ist Jahr für Jahr angestiegen. Das Landeskriminalamt SH verzeichnete 1994 344 Fälle. Bereits 1999 wurden 610 Ersuchen bei der Zentralstelle des LKA für Internationale Rechtshilfe bearbeitet.

    Das Landeskriminalamt SH weist darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit der Dänischen Polizei derzeit gut und vertrauensvoll ist. Das LKA will auf dieser Tagung zeitgerecht vor Öffnung der Grenze zu Dänemark auf bestimmte Kriminalitätsphänomene hinweisen und gemeinsam mit Vertretern der Strafverfolgungsbehörden beider Länder Strategien und praktische Umsetzungsvorhaben diskutieren, um auch nach Wegfall der Grenzkontrollen die Sicherheit der Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze zu gewährleisten.

ots-Originaltext: Polizei Schleswig-Holstein Mitte

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