Polizei Düsseldorf

POL-D: Sicherheits-und Überwachungsaktion "Radfahrer und Fußgänger" vom 10 bis 24. Mai 2002 - Pkw-Fahrer gefährden Radler beim Ein- und Aussteigen

    Düsseldorf (ots) - Sorgfaltspflichten des Fahrzeugführers beim Ein- und Aussteigen im Hinblick auf den Radverkehr   In der Straßenverkehrsordnung ist die Situation zwischen einem   Fahrzeugführer, der sein Fahrzeug verlassen oder in das Fahrzeug   einsteigen möchte, eindeutig geregelt. Er muss sich nach § 14   Straßenverkehrsordnung so verhalten, dass eine Gefährdung anderer   Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.   Verhält sich ein Fahrzeugführer nicht entsprechend umsichtig, hat   dieser Fehler bei anderen Kraftfahrzeugen in der Regel einen   erheblichen Sachschaden zur Folge.  Die Folgen sind anders, wenn nicht auf den Radverkehr geachtet oder  ein Radfahrer übersehen wird. Auch wenn der dann stürzende Radfahrer  nicht vom nachfolgenden Kfz-Verkehr erfasst wird, führen diese   Verkehrsunfälle häufig zu schweren Verletzungen von Menschen.   So wie am Mittwoch, 08.05.2002, um 16.11 Uhr auf der Oberbilker   Allee 24. Eine 46-jährige Radfahrerin befuhr am rechten Fahrbahnrand die Oberbilker Allee in Richtung Corneliusstraße. Ein 31-jähriger   Kfz-Führer, der seinen Pkw auf dem Parkstreifen eingeparkt hatte,   übersah die Radfahrerin und öffnete ohne die erforderliche Sorgfalt   seine Fahrertür. Die Radfahrerin hatte keine Möglichkeit zu   reagieren und stieß mit dem Fahrrad ungebremst gegen die   Fahrzeugtür. Durch den Sturz erlitt sie Prellungen am Körper und   verschiedene Kopfverletzungen, so dass sie im Krankenhaus verbleiben musste.   Beim Aussteigen aus dem Fahrzeug sollten die Fahrzeugführer stets   sich und die anderen Insassen zur vom Gesetzgeber eingeforderten   höchsten Sorgfalt anhalten.Reicht der Rückblick auf die Straße nicht weit genug, darf die Tür zunächst nur langsam einen Spalt weit   geöffnet werden, um die Sichtbedingungen zu verbessern. Dies gilt   für das Türöffnen links und rechts. Besonders an Radverkehrsanlagen   wie Radwegen, Radfahrstreifen oder Angebotsstreifen kann dieses   Verhalten erforderlich sein.   Die Radfahrer müssen mit einem solchen spaltweisem Türöffnen rechnen und bei der Fahrt entlang parkender oder haltender Fahrzeuge   entsprechenden Seitenabstand einhalten. Dabei sollten sie   insbesondere auf Fahrzeuge mit Insassen achten und ihr Fahrverhalten darauf abstimmen.   Im Rahmen der Sicherheits- und Überwachungsaktion "Radfahrer und  Fußgänger" vom 10. - 24. Mai 2002 wird die Polizei auch das  Verhalten der Verkehrsteilnehmer beobachten und gegen   Verkehrsverstöße einschreiten. Dies kann im Hinblick auf die   Pflichten von Fahrzeugführern beim Ein- und Aussteigen nur schwer   gezielt geschehen. Deshalb ist wichtig, dass sich alle   Verkehrsteilnehmer verantwortungsbewusst verhalten, Nachlässigkeiten vermeiden und die erforderliche gegenseitige Rücksichtnahme im   Straßenverkehr an den Tag legen. So lassen sich die Gefahren des   Straßenverkehrs wirksam verringern und Unfälle verhindern. Werner Krause, Verkehrsdezernat

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