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26.11.2016 – 12:49

Polizeipräsidium Westpfalz

POL-PPWP: Die Gesellschaft braucht couragierte Frauen und Männer

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Kaiserslautern (ots)

25. November: Zum Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen" geht Kaiserslauterer Aktionsbündnis an die Öffentlichkeit

Mit einem Solidaritätszug durch die Innenstadt, einer Proklamation im Rathaus und einem Abendprogramm im Protestantischen Gemeindezentrum "Alte Eintracht" ging das Kaiserslauterer Aktionsbündnis gestern am Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen" an die Öffentlichkeit, um die Bevölkerung für das Thema noch mehr zu sensibilisieren. Die Schirmherrschaft hatten dieses Jahr Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel, Dekanin Dorothee Wüst und stellvertretender Polizeipräsident Franz-Josef Brandt übernommen.

Seit 2003 engagiert sich die Kaiserslauterer Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern des Polizeipräsidiums Westpfalz, der Gleichstellungsstelle der Stadt, der Frauenzuflucht, der Interventionsstelle (IST) und weiteren Partnern zusammensetzt, an dem weltweit begangenen Gedenktag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen. Durch unterschiedliche Aktivitäten will das Aktionsbündnis auf dieses Tabuthema aufmerksam machen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kaiserslautern, Marlene Isemann-Emser, begrüßte am Freitagabend im Rathausfoyer unter der blauen Flagge von TERRE DES FEMMES "Frei leben ohne Gewalt" die Aktionsteilnehmerinnen und -teilnehmer und verlas das Grußwort des Oberbürgermeisters. Darin stellte der Rathauschef das große Engagement in der Stadt hervor, wenn es um die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen gehe.

Franz-Josef Brandt, stellvertretender Präsident des Polizeipräsidiums Westpfalz, zeichnete ein Bild aus der Sicht der Polizei. Mit "Gewalt gegen Frauen" in all ihren Facetten, ob in physischer oder psychischer Ausprägung, werde die Polizei tagtäglich konfrontiert, konstatierte er. "Zwischenzeitlich gibt es bessere Einschreitmöglichkeiten der Polizei, gerade bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen", so Brandt. Darüber hinaus stehe der Opferschutzbeauftragte seiner Behörde, Polizeihauptkommissar Volker Lehner, Frauen, die Gewalt erfahren, beratend zur Seite, erläuterte der stellvertretende Polizeichef. "Kaiserslautern hat ein vorbildliches Netzwerk!", lobte Brandt und ergänzte, dass man darauf stolz sein könne, auch auf die initiierte Präventionsarbeit. Dennoch könnten in Kaiserslautern noch mehr Anstrengungen unternommen werden, so seine Vorstellung. Er dankte allen für das Engagement und forderte: "Die Gesellschaft braucht couragierte Frauen und Männer!" Mit dem anschließenden Solidaritätszugs durch die Innenstadt hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Rechte der Frauen aufmerksam machen wollen, allen voran die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und der stellvertretende Polizeipräsident. Am Ende des Rundgangs verlas Hannelore Bähr, Schauspielerin am Pfalztheater, auf der Bühne am Schillerplatz die leidenschaftliche Rede der amerikanischen First Lady, Michelle Obama, in der sie ihre Erschütterung über die frauenfeindlichen Sprüche des republikanischen Präsidentschaftskandidaten zum Ausdruck bringt.

Danach wurde das Programm im Protestantischen Gemeindezentrum "Alte Eintracht" fortgesetzt. Dekanin Dorothee Wüst richtete an die etwa 50 Gäste im Saal ein Grußwort. In ihren Ausführungen ging sie auf den Gewaltbegriff ein und zitierte in diesem Zusammenhang die Politikerin Rita Süssmut, die Gewalt wie folgt definiert: "Gewalt ist das Analphabetentum der Seele". Im Anschluss hatte die Schauspielerin die Erzählung "Hauptsach gudd gess" von Madeleine Giese vorgetragen. Ein interessanter Vortrag zum Thema "Gewalt an Frauen - Wo fängt sie an? Spuren, Merkmale und Charakteristika" von Danielle Regnault, Theologin und Literaturwissenschaftlerin, folgte. Mit einer Diskussionsrunde endete der Informationsabend. Für das leibliche Wohl sorgten die Damen von "Impuls Orchidee e. V.". Klaviermusik umrahmte den Abend. Der 24-jährige Pianist aus Aserbaidschan, Ibrahimxalilon Tebir, begeisterte mit seinen musikalischen Vorträgen.

Der 25. November 1960: Ein Datum mit Symbolcharakter! Vor 56 Jahren nämlich, genau am 25. November 1960, wurden die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Theresia Mirabal wegen ihrer politischen Aktivitäten vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Der Kampf der Mirabal-Schwestern und ihr Schicksal gelten inzwischen weltweit als Symbol gegen das Unrecht an Frauen. 1999 wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen (UNO) als internationaler Gedenktag anerkannt.

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Telefon: 0631-369-1080
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