DIE ZEIT

Otto Schily kritisiert Roman Herzog

    Hamburg (ots) - Bundesinnenminister Otto Schily, SPD, hat den
ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, CDU, heftig kritisiert. In
einem am Donnerstag erscheinenden Interview mit der ZEIT rügt er
Herzogs Rat an Bundespräsident Johannes Rau, das Zuwanderungsgesetz
nicht zu unterzeichnen. "Roman Herzog als ehemaliger
Bundespräsident", sagt Otto Schily, "wäre gut beraten, sich mehr
Zurückhaltung aufzuerlegen. Welche Auffassung richtig ist,
entscheidet sich nicht danach, wer welches Amt früher innehatte,
sondern welche Argumentation die schlüssigste ist." Herzog hatte in
einem Interview mit der Welt gesagt, er hätte als Bundespräsident
nicht unterschrieben.
    
    Otto Schily beklagt, dass die Unionsparteien das
Zuwanderungsgesetz "auf Biegen und Brechen" verhindern wollten. Dabei
habe er sich "über Monate hinweg ehrlich um einen breiten Konsens
bemüht". Die Union habe aber nur nach Ausflüchten gesucht.
    
    Schily zu dem Chaos im Bundesrat: "Der von der Union veranstaltete
Klamauk mit Roland Koch in der Rolle des besonders lärmenden
Radaubruders war in der Tat eine üble Schmierenkomödie."
    
    Das komplette ZEIT-Interview (DIE ZEIT Nr. 14, EVT 27.03.2002) zu
    dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
                                                        
                  
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