DIE ZEIT

Heiner Geißler warnt: Zuwanderung kein Wahlkampfthema für CDU

Hamburg (ots) - Der CDU-Bundestagsabgeordnete und langjährige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat seine Partei davor gewarnt, die Zuwanderung zum zentralen Wahlkampfthema zu machen. In der ZEIT schreibt Geißler, die Führung der CDU müsse sich darüber im Klaren sein, dass sie für diesen Fall "mit öffentlichen und deutlichen Widerstand aus den eigenen Reihen rechnen muss". Weiter heißt es: "Es gibt genügend Leute in der Union, die nicht bereit sind, einer Radikalisierung unserer Gesellschaft den Boden zu bereiten und aus Angst vor rechtsradikalen Parolen die Seele ihrer Partei zu verkaufen." Zur aktuellen Debatte um das Zuwanderungsgesetz und die Haltung der Union schreibt der frühere Generalsekretär und Familienminister der CDU, dieses Thema eigne sich in keiner Weise für eine Wahlkampagne. "Da die Unterschiede zwischen dem Konzept der Union und jenem der Regierung dem normalen Bürger ohnehin kaum klar gemacht werden können, müsste das Thema, damit es etwas taugt, radikalisiert werden - für oder gegen die Türken, für oder gegen Einwanderer, für oder gegen Ausländer. Dies wäre eine moralische Katastrophe für ein Land, das auch in seiner Zukunftsfähigkeit und in seinem Wohlstand darauf angewiesen ist, dass Ausländer als Menschen, die in anderen Kontinenten wohnen, seine Waren und Produkte kaufen. Es wäre eine Katastrophe auch für ein Land, das mit einem überzogenen Nationalismus in seiner Geschichte genügend Unheil angerichtet hat, welches die Menschen um uns herum zwar verziehen, aber nicht vergessen haben." Den kompletten ZEIT-Beitrag (DIE ZEIT Nr. 14, EVT 27.03.2002) zu dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. ots Originaltext: Die Zeit Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen melden Sie sich bitte bei Elke Bunse oder Verena Schröder, ZEIT-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, (Tel.: 040/ 3280-217, -303, Fax: 040/3280-558, e-mail: bunse@zeit.de, schroeder@zeit.de). Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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