DIE ZEIT

ZEIT-Kolumne: Macher & Märkte
Der Ärger mit dem Zwangspfand auf Dosen

    Hamburg (ots) - Der Streit um das Zwangspfand, mit dem
Umweltminister Jürgen Trittin die Dosenflut stoppen will, ist noch
nicht ausgestanden. Nicht nur die Wirtschaft wehrt sich; uneins ist
sich auch das rot-grüne Lager selbst. Die rheinland-pfälzische
Umweltministerin Klaudia Martini (SPD) warnt die Grünen vor einem
"Konfrontationskurs". Sie plädiert dafür, die in der
Verpackungsverordnung festgeschriebene Mehrwegquote von 72 Prozent
durch eine Mindestfüllmenge von 23 Milliarden Litern für Getränke in
ökologisch vorteilhaften Verpackungen zu ersetzen. Genau das will
auch die Wirtschaft - allerdings nicht Trittin, weil die Quote so auf
62 Prozent sänke. Martini hält die von Getränkeverpackungen
verursachten Ökoprobleme für "winzig" und ein Zwangspfand für
"grundsätzlich falsch".
    
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 17/2001 mit
    Erstverkaufstag am Donnerstag, 19. April 2001, ist unter
    Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der
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