DIE ZEIT

ZEIT: 30 000 oder 100 000 Gene? Der Streit wird lauter

Hamburg (ots) - Renommierte Genexperten bezweifeln die Angaben des Humangenomprojekts und der US-Firma Celera Genomics zur mutmasslichen Anzahl der menschlichen Gene, berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer jüngsten Ausgabe. Die Experten des internationalen Genomprojekts hatten letzte Woche 30 000 - 40 000 menschliche Gene vorhergesagt - weniger als die Hälfte früherer Annahmen. Die bisherigen Analysen lassen eine sichere Einschätzung der Genzahl bislang nicht zu, schreibt das Wochenblatt. Zudem widersprächen die Befunde den Angaben amerikanischer Gen-Unternehmen, wie Human Genome Sciences, die bereits 100 000 Gene entziffert haben wollen. Es könne ebensogut 60000 Gene beim Menschen geben, bestätigt auch der Genexperte Stefan Wiemann vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Thomas Werner, Chef des deutschen Bioinformatik-Unternehmens Genomatix hält die Zahlen ebenfalls für ungesichert: Bislang seien erst Stichproben der Genomdaten untersucht worden, die Extrapolation der Genausstattung des Menschen auf dieser Basis gleiche dem Versuch, aus der Einwohnerzahl fünf deutscher Städte die Bevölkerungsdichte der Bundesrepublik hochzurechnen. Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 9/2001 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 22. Februar 2001, ist unter Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der Wortlaut des ZEIT-Textes kann angefordert werden. ots Originaltext: Die Zeit Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen steht Ihnen Elke Bunse, ZEIT-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 040/ 3280-217, Fax -558, e-mail: bunse@zeit.de) gern zur Verfügung. Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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