DIE ZEIT

In der ZEIT: Bundesregierung plant neue Strafen

Hamburg (ots) - Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin will die überfüllten Gefängnisse entlasten. Nach einem Gesetzentwurf ihres Ministeriums, welcher der ZEIT vorliegt, sollen kurze Freiheitsstrafen künftig durch gemeinnützige Arbeit ersetzt werden können. Arbeiten statt einsitzen soll auch, wer seine Geldstrafe nicht bezahlen kann. Schließlich sollen künftig auch Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren Dauer zur Bewährung ausgesetzt werden können; bisher liegt die Obergrenze bei zwei Jahren. "Ich halte es für falsch", sagte Herta Däubler-Gmelin in der jüngsten Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT, "jemanden ins Gefängnis zu stecken, der für ein leichteres Delikt zu Geldstrafe verurteilt wurde, aber nicht zahlen kann. Das ist ungerecht und trägt zur problematischen Überfüllung der Gefängnisse bei." Es sei "überflüssig und zu teuer" so viele Haftplätze zu blockieren, so die Ministerin. "Im Strafvollzug muss Platz sein für Straftäter mit schweren Straftaten, vor denen die Bevölkerung geschützt sein muss." Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 48/2000 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 23. November 2000 ist unter Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der Wortlaut des ZEIT-Textes kann angefordert werden. ots Originaltext: DIE ZEIT Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen steht Ihnen das Team der ZEIT-Presse- und Public Relations Elke Bunse (Tel. 040/ 3280-217, Fax -558, e-mail: bunse@zeit.de) und Victoria Johst (Tel. 040/3280-303, Fax-570, e-mail: johst@zeit.de) gern zur Verfügung. Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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