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CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Austermann/Kalb/Kampeter: Der Haushalt der Hütchenspieler

Berlin (ots)

Zum Abschluss der Verhandlungen über den Haushalt
2004 im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erklären der
haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dietrich
Austermann, MdB, der Vorsitzende des Arbeitskreises Haushalt und
Finanzen der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Bartholomäus
Kalb MdB, und der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im
Haushaltsausschuss, Steffen Kampeter MdB:
Schröder und Eichel und die rot-grüne Koalition im
Haushaltsausschuss verschieben im atemberaubenden Tempo
milliardenschwere Haushaltspositionen. Die nach der letzten
Steuerschätzung fehlenden Milliarden werden einfach durch zusätzliche
Privatisierungseinnahmen von 7 Mrd. € ersetzt. Wenn das eine seriöse
Maßnahme ist, warum war sie dann nicht schon Bestandteil des
Regierungsentwurfs? – Die rot-grünen Beschlüsse zum Haushalt 2004
steigern die Unseriösität der Eichelschen Haushaltspolitik ins
Groteske. Dieser Haushalt hat keine zusätzlichen Perspektiven für
Wachstum und Beschäftigung und führt ins nächste Krisenjahr. Wenn es
bei den von Rot-Grün vorgeschlagenen Änderungen bleibt, haben wir im
nächsten Jahr bereits im Soll einen verfassungswidrigen Haushalt und
im Ist wird die Neuverschuldung auf ein historisches Höchstmaß
steigen.
Das Vorziehen der 3. Stufe der rot-grünen Steuerreform bleibt
überwiegend schuldenfinanziert. Die Investitionen schrumpfen auf
einen historischen Tiefstand. Der Verteidigungshaushalt sinkt
gegenüber der Plafondsgarantie trotz weiterer internationaler
Einsätze um mehr als 500 Mio. € Neue Subventionen werden
festgeschrieben, z. B. mit 15,8 Mrd. € für die Steinkohle. Der
Rentenzuschuss steigt. Das Maut-Desaster wird vollkommen ignoriert.
Insgesamt bestehen weiterhin Risiken im zweistelligen
Milliardenbereich.
Der ursprünglich von Ulla Schmidt und der gesetzlichen
Rentenversicherung abverlangte Sparbeitrag von 2 Mrd. € wird jetzt im
Wesentlichen unter dem Hütchen „GMA“ (Globale Minderausgabe)
versteckt; hebt man das Hütchen hoch, ist der Tisch blitzeblank –
keine einzige konkrete Sparmaßnahme ist zu sehen! Insgesamt bleiben
Sparmaßnahmen in Höhe von über 3 Mrd. € ungeklärt.
Es ist nicht verwunderlich, dass der Brüsseler Währungskommissar
Solbes eine härtere Gangart gegenüber Deutschland einschlagen will.
Verstöße gegen die Maastrichter Stabilitätskriterien werden unter
Schröder und Eichel ebenso zur Regel wie die Missachtung der
verfassungsmäßigen Kreditobergrenze (Art. 115 GG), die um fast 5 Mrd.
€ überschritten wird, addiert man die GMA hinzu, sogar um 8 Mrd. €.
Unter Schröders und Eichels Politik leidet die Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW): Vor langer Zeit warfen Regierungen die
Notenpresse an. Hans Eichel und Gerhard Schröder machen das
eleganter: Sie zwingen die KfW trotz der Kritik des
Bundesrechnungshofes, dem Bund immer mehr Telekom- und Postaktien
abzukaufen. Nach den gestrigen rot-grünen Beschlüssen steigen die
Privatisierungseinnahmen – im Wesentlichen mit fragwürdigen KfW-
Platzhaltergeschäften – auf 7,1 Mrd. €!
Die Telekom- und Postaktien sollten vor allem die gewaltigen
Pensionslasten der ehemaligen Postbediensteten finanzieren helfen: In
den nächsten Jahrzehnten kommen auf den Bund Belastungen von rund 600
Mrd. € zu! Dem steht ein Aktienpaket von nur noch rd. 19 Mrd. €
gegenüber. Die von Rot-Grün immer wieder beschworene Nachhaltigkeit
der Finanzpolitik dieser Bundesregierung zeigt sich darin, dass
Telekom- und Postaktien jetzt zu einem Bruchteil des Preises
veräußert werden, der erzielt werden müsste, um einen spürbaren
Beitrag zur Finanzierung der Pensionslasten zu leisten.
Wir werden im Vermittlungsausschuss darauf drängen, dass
Deutschland zu einer vertrauenswürdigen wachstums- und
beschäftigungsfördernden Politik zurückkehrt.
ots-Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Digitale Pressemappe:
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Telefon: (030) 227-52360
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