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CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Kampeter: Naumann und die Folgen

    Berlin (ots) -
    
    Zu den Ankündigungen des Kulturstaatsministers Julian
Nida-Rümelin, die Kunstsammlung Marzona werde nach Berlin kommen,
erklärt der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im
Haushaltsausschuss, Steffen Kampeter MdB:
    
    Staatsminister a. D. Michael Naumann wollte auffallen. Er tat es
gelegentlich um jeden Preis. Bisher ist ihm sein Nachfolger nur im
Amt, nicht aber im Stil gefolgt. Das scheint sich nun zu ändern.
    
    Mit der Ankündigung über die Presse, der Bund wolle die Sammlung
Marzona für Berlin erwerben, beginnt Julian Nida-Rümelin auch in
Stilfragen die Nachfolge Naumanns anzutreten. Eine gute Schlagzeile
scheint ihm wichtiger zu sein als die Sache.
    
    Für den Ankauf der Sammlung Marzona mag es gute Gründe geben -
gleichwohl sprechen beachtliche dagegen:
    
    - Eine Eilbedürftigkeit in der Sache lässt sich nicht erkennen.
    
    - Das Parlament wurde trotz laufender Haushaltsberatungen nicht
über die Absicht  informiert.
    
    - Folgerichtig ist der Staatsminister ohne parlamentarische
Ermächtigung und ausreichende finanzielle Ausstattung tätig geworden.
    
    - Die Hoffnung auf das private Mäzenatentum hat sich bei
wichtigeren Sammlungen - wie der Sammlung Berggruen  - schon als
trügerisch und nicht finanzfest erwiesen.
    
    - Es fehlt an der Begründung, warum die Sammlung Marzona derart
beispiellos ist, dass sie ein besonderes Bundesinteresse begründet.
Es entsteht der Eindruck eines weiteren Schrittes hin zu einer de
facto Berlin-orientierten Bundeskulturpolitik.
    
    Julian Nida-Rümelin hätte, statt auf den vordergründigen
publizistischen Vorteil zu setzen, diesen Ankauf besser
parlamentarisch abgesichert. Statt Schnellschüssen und ungelegten
Eiern wäre eine rechtzeitige Unterrichtung der beteiligten
parlamentarischen Gremien sinnvoll und der Sache förderlich gewesen.
    
    Wir fordern eine umgehende und umfassende Information über den
möglichen Ankauf der Sammlung Marzona und deren Finanzierung.
Insbesondere interessiert die Frage, ob der Staatsminister in diesen
Zeiten wirklich auf zusätzliche Gelder aus Eichels Haushalt hofft
oder an welcher Stelle er Projekte zu kürzen beabsichtigt.
    
    
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