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Ronsöhr: EU muss Seuchenbekämpfungsstrategie ändern

    Berlin (ots) - Anlässlich der Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche (MKS) auf dem Kontinent und eines Gespräches mit Wissenschaftlern der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen erklärt der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heinrich-Wilhelm Ronsöhr MdB:

    Ich habe bereits Anfang März mehrfach die inkonsequente Bekämpfung der MKS in Großbritannien kritisiert und dies auch im Ernährungsausschuss des Deutschen Bundestages thematisiert. Seitens der Bundesregierung wurde mir jedoch vorgehalten, Kritik an anderen EU-Ländern könnte dazu führen, dass es für den Rindfleischexport in diese Länder negative Folgen haben könnte. Es kann aber nicht sein, dass eine konsequente Bekämpfung der MKS gegen die Exportchancen von Fleisch ausgespielt wird.          Nachdem die Seuchenbekämpfung in Großbritannien offensichtlich durch Tötung der Tiere nicht in den Griff zu bekommen und außer Kontrolle geraten und der Erreger inzwischen über Frankreich in den Niederlanden angekommen ist, muss die EU-Kommission ihre Bekämpfungsstrategie ändern und die Nicht-Impfungspolitik aufgeben.          Die EU-Kommission kann nicht ständig damit argumentieren, dass das Impfen von Tieren Restriktionen beim Export von Tieren und Fleisch nach sich zöge. Die EU-Kommission muss daher dringend darauf hinarbeiten, dass die entsprechenden Regelungen im internationalen Tierseuchen- und Handelsrecht geändert werden.

    Wer die Fernsehberichte aus Großbritannien sieht, wie die
Tierkadaver auf den Höfen herumliegen oder wie die Scheiterhaufen aus
Tieren entflammt werden, der muss endlich die Sorgen und Nöte von
Bauern und Tierschützern ernst nehmen, die nicht wollen, dass auf dem
europäischen Kontinent ähnliches passiert.
    
    Man darf sich nicht von einem veterinärmedizinischen Fortschritt
abkoppeln, sondern man muss ihn einsetzen, um bei der
Seuchenbekämpfung endlich dem Tierschutz zum Durchbruch zu verhelfen
und die Existenz der Bauern in der Europäischen Union zu sichern.
Dies gilt nicht nur für die MKS, sondern auch für die Schweinepest.
    
    Wer den Einsatz besserer und die Tiere noch mehr schützender
Impfstoffe ermöglichen will, der muss endlich das Signal dazu geben,
dass die Entwicklung und die Vorratshaltung von Impfstoffen nicht
durch eine Anti-Impfpolitik ausgehebelt werden.
    
    Man kann jederzeit auch über andere Bekämpfungsmaßnahmen wie die
Verminderung der Notwendigkeit von Tiertransporten nachdenken.
Trotzdem wird aber immer wieder durch den Handel und Wandel im
außerlandwirtschaftlichen Bereich die Gefahr bestehen, dass
Tierseuchen aus anderen Ländern hier eingeschleppt werden. Dafür
müssen wir uns wappnen und zwar anders, als dies zurzeit in
Großbritannien der Fall ist.
    
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