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Börnsen
Brähmig
Pawelski: Kulturtourismus weiter stärken

    Berlin (ots) - Anlässlich des Expertengesprächs Kulturtourismus der CDU/CSU-Fraktion erklären der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB, der tourismuspolitische Sprecher Klaus Brähmig MdB und die zuständige Berichterstatterin Rita Pawelski MdB:

    Ein zwischen Bund und Ländern abgestimmtes Konzept zum Kulturtourismus könnte Deutschlands erfolgreiche Position in diesem Bereich weiter stärken. Nach Frankreich ist die Bundesrepublik zum zweitbeliebtesten Kulturreiseland in Europa innerhalb der letzten fünf Jahre aufgestiegen. Um rund 30 Prozent haben die Kulturreisen nach Deutschland zugenommen. Annähernd 1,56 Millionen Menschen bestreiten ihr Einkommen im Städte- und Kulturtourismus. Was Vernetzung und Kooperation an Optimierung bewirken, zeigen beispielhaft die 33 UNESCO-Weltkulturerbestätten in unserem Land. Mit 6000 Museen, 360 größeren öffentlichen und privaten Bühnen sowie 12000 Kultur- und Volksfesten hat die Bundesrepublik einen besonderen volkskundlichen Reichtum und hohe touristische  Attraktivität zu bieten.

    Kultur und Tourismus gehen keine Zwangsehe ein, sondern bedingen in ihrem Erfolg einander und sollten sich als Partner verstehen. Wichtig sind dabei der Abbau von Vorurteilen und ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Abhängigkeiten der anderen Seite. Als Vermarktungshemmnisse wurden die Kurzfristigkeit von Programmplanungen, Probleme bei der Bereitstellung von festen Kontingenten und die mangelnde Bereitschaft bzw. Möglichkeit für Provisionszahlungen an Reiseveranstalter genannt. Als wünschenswert wurde auch eine bessere Kooperation und gemeinsame Vermarktung von Kultureinrichtungen bezeichnet.

    Jeder siebte ausländische Tourist kommt aus kulturellem Interesse in die Bundesrepublik. Diese Gäste geben 30 Prozent mehr Geld aus als der Durchschnittsurlauber. Um den Erfolg des Kulturtourismus zu sichern und zu steigern, sollte Zielgruppen orientiert vorgegangen werden, so die Auffassung der Sachkenner. "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!"

    Neben dem mehr kulturorientierten Städtetourismus sollten auch die vielfältigen Kulturangebote im ländlichen Raum stärker vermarktet werden. Für beide muss gemeinsam geworben werden, in einem Verbund. Die Union setzt sich daher für einen Wettbewerb "Kulturregion Deutschlands" ein. Die europäische Initiative der Kulturhauptstädte ist dafür ein erfolgreiches Beispiel. So verdient Essen als Europas Kulturhauptstadt 2010 national mehr Aufmerksamkeit.

    Anerkannt wurde von den Experten die Unionsinitiative, den Kulturtourismus weiter zu stärken. Eine große Zustimmung fand auch der Vorschlag, das Reformationsjubiläum 2017 und die bereits begonnene Luther-Dekade 2008-2017 noch stärker zu unterstützen und als herausragendes Ereignis des Kultur- und Tourismusstandortes Deutschland zu vermarkten.

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