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Ruck: Scheitern der Welthandelsrunde raubt ärmsten Ländern Entwicklungsperspektiven

    Berlin (ots) - Zum Scheitern der WTO Verhandlungen erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Christian Ruck MdB:

    Die Hoffnung auf ein gerechteres Welthandelssystem ist in die Ferne gerückt. Mangelnder Wille Einzelner für einen fairen Kompromiss zu kämpfen, hat zum Scheitern der Verhandlungen geführt. Den ärmsten Entwicklungsländern ist damit eine große Chance genommen, mit dem Wandel durch Handel bei der Reduzierung der Armut voranzukommen.

    Wenn es nicht doch noch gelingt, den Verhandlungen neuen Atem einzuhauchen, werden die Industrie und Schwellenländer bilaterale Handelsabkommen schließen. Die ärmsten Entwicklungsländer werden vermutlich wegen fehlender kritischer Masse durch den Rost fallen. Damit ist die Verschärfung armutsbedingter Krisen und Migrationsströme vorprogrammiert. Industrie und Schwellenländer stehen schon jetzt unter Migrationsdruck. Es ist zu befürchten, dass damit eine Zunahme fremdenfeindlicher Gewalt wie in Südafrika, oder der Zahl afrikanischen Bootsmigranten in Mittelmeer und Atlantik verbunden sein könnte.

    Um dies zu verhindern sind wir gemeinsam mit den Schwellenländern gefordert, einen neuen Anlauf zu nehmen. Wir brauchen eine Verhandlungslösung die auf der realen Leistungsfähigkeit der Verhandlungspartner gründet. Nur so können Verzerrungen vermieden und Wohlstandspotentiale für alle in der "einen Welt" gehoben werden.

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