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Nebenbuhler und Nachfolger von UMTS
Weltweiter Mobilfunkstandard nicht in Sicht

    Hannover (ots) - UMTS gilt als die Zukunft des mobilen
Datenaustauschs. Doch die Entwickler arbeiten längst an Alternativen
und Weiterentwicklungen, die dem geplanten UMTS-Standard beim
Datenverkehr weit überlegen sein sollen. Gleichzeitig werden die
Hoffnungen begraben, in absehbarer Zeit einen weltweit einheitlichen
Mobilfunkstandard durchsetzen zu können, schreibt das Computermagazin
c't in seiner aktuellen Ausgabe 05/01.
    
    "An UMTS wird man sich hauptsächlich als den Auslöser für den
Zusammenbruch der europäischen Mobilfunkindustrie erinnern", zitiert
c't den Marktanalytiker Lars Godell. Immerhin knapp 100 Milliarden
Mark haben die Mobilfunkunternehmen allein in Deutschland dafür
bezahlt, die begehrten UMTS-Frequenzen nutzen zu dürfen. Die
finanziellen Belastungen sind hoch, während sich UMTS auf dem Markt
einer harten Konkurrenz stellen muss.
    
    Gleich mehrere Standards für Mobilfunktechnik kämpfen derzeit
weltweit um die Vorherrschaft. Die regionalen Unterschiede wird UMTS
technisch schwer auffangen können. Besser funktioniert das in
alternativen Frequenzbereichen: Wer als Mobilfunkunternehmen ohne
UMTS-Lizenz in die Zukunft navigiert, kann in Europa auf das so
genannte EDGE (Enhanced Datarates for GSM Evolution) ausweichen. EDGE
erlaubt zu UMTS vergleichbare Übertragungsraten und lässt sich im
Gegensatz dazu auch nahtlos in die bestehenden Mobilfunknetze
integrieren. Aber wie bei UMTS sind auch bei EDGE neue
Endanwendergeräte nötig. Herkömmliche Handys sind dann nicht mehr
einsetzbar.
    
    Derzeit ist es noch nicht absehbar, ob sich die hohen Kosten für
die UMTS-Lizenzen jemals amortisieren. Viele Entwickler arbeiten
bereits an der übernächsten Mobilfunkgeneration. Die Rede ist von
einer Integration verschiedener Techniken, wie digitalen Hörfunk in
Mobilfunk. Auch arbeiten die Experten an multistandardfähigen
Endgeräten und an "intelligenten" Antennen. Als Weiterentwicklung von
rotierenden Radarantennen aus den siebziger Jahren, konzentrieren sie
sich auf die Richtung eines bestimmten Empfängers, dessen Bewegungen
sie dynamisch verfolgen sollen.
    
    Titelbild c't 05/2001:
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