Deutsche Gründer- und Unternehmertage (deGUT)

Drehbuch für eine harmonische Unternehmensnachfolge

Berlin/Potsdam (ots) - Regina und Tanja Ziegler (Ziegler Film) erzählen in einem Kurzfilm zu den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) von der erfolgreichen Zusammenarbeit in ihrem Familienunternehmen

Was ist das Geheimnis einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge? Mit den unternehmerischen Erfahrungen von Regina und Tanja Ziegler, Geschäftsführerinnen der Ziegler Film GmbH & Co. KG, hätte man sicherlich genügend Stoff für ein Drehbuch zu diesem Thema - mit Happy End. Seit fast 15 Jahren arbeitet Tanja Ziegler gleichberechtigt und harmonisch mit ihrer Mutter Regina in der Berliner Filmproduktionsfirma. In ihrem Filminterview zu den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) 2014 auf www.degut.de erzählen beide, wie sie die bisherigen gemeinsamen Jahre im Unternehmen erlebt und bewerkstelligt haben und ob es vielleicht Tipps und Tricks für andere Unternehmerinnen und Unternehmer in ähnlicher Situation gibt.

Ziegler Film wurde 1973 von Regina Ziegler in Berlin gegründet und ist mit über 400 Kino- und Fernsehfilmen, Dokumentationen und TV-Serien aus nahezu jedem Genre eine der erfolgreichsten Filmproduktionen Deutschlands. Die Firma hat bereits zahlreiche Nominierungen und internationale Preise der Filmbranche erhalten - vom Goldenen Löwen von Venedig bis hin zum International Emmy Award. Für ihre Verdienste in der Filmbranche wurde der Firmengründerin 1998 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Jüngste Auszeichnungen waren unter anderem der Deutsche Fernsehpreis 2011 für die ARD-Serie "Weissensee" sowie eine Retrospektive im New Yorker Museum of Modern Arts (Moma). "Ziegler Film steht für gute Unterhaltung und Qualitätsfilme", erklärt Regina Ziegler das Konzept ihres Unternehmens. "Wir haben es im Laufe der Jahre auf vier Filmproduktionsfirmen gebracht in Berlin, Köln, München und Baden-Baden. Das macht natürlich Spaß, weil auch diese Firmen unterschiedliches Programm herstellen. Es ist einfach toll, wenn man eine Vielfalt produzieren kann und nicht auf eine Schublade eingestellt ist, die bei Bedarf auf und zu gemacht wird, und man seiner Kreativität folgen kann!"

Dass Tanja Ziegler irgendwann mal in die Firma ihrer Mutter einsteigen sollte, war dabei lange nicht klar: "Wir haben das gar nicht so groß besprochen. Ich habe immer mal wieder frei mit Regina gearbeitet, das war auch eine gute Erfahrung. Wahrscheinlich wären wir auch sonst nicht den Weg gemeinsam gegangen. Aber es war jetzt nicht zwingend mein Plan, in die Firma einzusteigen." Der letzte Anschub kam schließlich, als Regina Ziegler 55 wurde und sie einfach direkt fragte, ob Tanja in die Geschäftsführung ihres Unternehmens einsteigen möchte. Sie hätte es einfach sehr schade gefunden, wenn die zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut laufende Firma nicht weiterführt worden wäre. Die Antwort ihrer Tochter war zu ihrer Freude positiv: "Die Frage wurde gestellt, und ich habe dann gesagt, lass es uns für ein Jahr ausprobieren. Und ich glaube, nach zwei Jahren haben wir dann gemerkt, dass wir nie wieder drüber nachgedacht haben, ob es funktioniert oder nicht, sondern es hat einfach funktioniert", so Tanja Ziegler.

Tanja arbeitete dabei von Anfang an als gleichberechtigte Geschäftsführerin mit hundertprozentigem Risiko und auf einmal sehr viel Verantwortung. Ihrer Meinung nach war das ein wunderbarer "Trick" ihrer Mutter und die richtige Entscheidung, auch wenn sie erst lernen musste, damit umzugehen: "Ich habe das erste halbe Jahr schlecht geschlafen. Ich fühlte mich in einer großen Verantwortung, aber da bin ich reingewachsen. Die Instrumente und das Handwerk hatte ich gelernt und studiert; ich hatte vorher viel in dem Bereich gearbeitet, und all das zusammen hat mich nach einem halben Jahr doch so gestärkt, dass ich gemerkt habe, dass wir alles gut zusammen hinkriegen. Das war eine sehr spannende Zeit für mich." Auch Regina hat den Einstieg ihrer Tochter nie bereut, im Gegenteil: "Tanja hat von Anfang an mein vollstes Vertrauen gehabt, und ich habe nie daran gezweifelt, dass das nicht die tollste Lösung sei. Ich habe mich jeden Abend darüber gefreut, dass Tanja in der Firma ist und diese Verantwortung übernommen hat. Jeder macht seine Projekte, und am Ende ist jeder dafür verantwortlich, dass die Zahlen im Schwarzen bleiben und nicht ins Rote gehen, das ist schon schwierig genug in unserer Branche."

Sie möchten anderen Unternehmensnachfolgerinnen und Unternehmensnachfolgern gern weitergeben, dass ein solcher Einstieg oder die Übergabe eines Unternehmens auf jeden Fall gut funktionieren kann, wenn man sich entsprechend vorbereitet, sich die Zeit nimmt und viel miteinander spricht. Und Tanja liegt noch ein anderer Ratschlag am Herzen: "Mein Tipp an denjenigen/diejenigen, die Unternehmensnachfolgen antreten möchten, ist, dass man eine Ausbildung in dem Bereich vollendet und eigene Erfahrung vorher sammelt und möglichst in unterschiedlichen Bereichen schon gearbeitet hat. Ich war 33 damals - ich glaube, fünf Jahre früher wäre ich dem noch nicht so gewachsen gewesen."

Das ganze Filminterview mit Regina und Tanja Ziegler ist auf der Messewebseite www.degut.de zu sehen. Darüber hinaus stehen beide bei ihrem Auftritt auf der deGUT am 17.10.2014 persönlich allen Interessierten Rede und Antwort. Weitere wichtige Infos für all diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, ein Unternehmen zu übernehmen, gibt es auf der Messe am gleichen Tag auch im Forum Unternehmensnachfolge um 13:30 Uhr im Seminarbereich der deGUT.

Über die deGUT:

Die Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) finden am 17. und 18. Oktober 2014 bereits zum 30. Mal statt. Es werden mehr als 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dieser wichtigen Messe rund um Existenzgründung und Unternehmertum auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof erwartet. Ca. 130 Aussteller und das kostenlose Seminar- und Workshop-Programm bieten den Messebesucherinnen und -besuchern an zwei Tagen fundiertes Wissen und Beratung sowie intensive Kontakte zu Gleichgesinnten, Förderern und Mentoren. Veranstaltet wird die deGUT von der Investitionsbank Berlin (IBB) und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Gefördert wird die Messe von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg; Schirmherr ist der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel.

Pressekontakt:

Kornelia Kostetzko
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Friedrich-Ebert-Straße 91
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Tel.: 0331/231 890-44
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www.degut.de

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