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Sodbrennen: Harmlos oder nicht?
Volkskrankheit wird oft unterschätzt

    Frankfurt (ots) - Für zwei von drei Deutschen ist Sodbrennen lediglich eine Befindlichkeitsstörung, lautet das Ergebnis einer aktuellen Meinungs-Umfrage. Nur 29 Prozent schätzen Sodbrennen als ernsthafte Erkrankung ein.          Ist es nun harmlos oder nicht, wenn es in der Magengrube brennt? Eine wichtige Frage, denn von den 1000 Personen, die durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Juli diesen Jahres befragt wurden, haben bereits mehr als zwei Drittel Sodbrennen erlebt. Beim Sodbrennen handelt es sich um das Hauptmerkmal der Refluxkrankheit. Der Name "Reflux" leitet sich aus dem lateinischen Wort für "Rückfluss" ab: Saurer Mageninhalt fließt in die Speiseröhre zurück und "verdaut" sie. In manchen Fällen kann der Schmerz sogar bis in den Hals und Rücken ausstrahlen. Saures Aufstoßen und Schluckbeschwerden sind weitere Symptome der Refluxkrankheit. Sie ist bereits so verbreitet, dass die Experten von der Volkskrankheit dieses Jahrhunderts sprechen.

    Mit dieser Refluxkrankheit ist nicht zu spaßen. Ohne rechtzeitige
Behandlung kann es zur Entzündung der Speiseröhre - Mediziner
sprechen von Refluxösophagitis - und in deren Folge sogar zu
Geschwüren, narbigen Veränderungen und Krebs kommen. Denn steigt
saurer Mageninhalt in die Speiseröhre hoch, kann sie dort die
empfindliche Schleimhaut verletzen. Irgendwann entzündet sie sich.
    
    Ein Großteil der Befragten (über 70 Prozent) versucht, Sodbrennen
selbst in den Griff zu bekommen: Sie verzichten auf bestimmte Speisen
und Getränke, verwenden rezeptfreie Präparate aus der Apotheke,
entsagen dem Alkohol oder trinken weniger Kaffee. Nur 13 Prozent
nehmen spezielle vom Arzt verordnete Arzneimittel ein. Starke
Säurehemmer wie zum Beispiel Pantoprazol packen dort an, wo das
Problem entsteht: im Magen. Es handelt sich bei diesem Wirkstoff um
einen Protonenpumpenhemmer, der im Magen die übermäßige
Säureproduktion für 24 Stunden drosselt. Meist heilt die Krankheit
dann innerhalb von wenigen Wochen aus.
    
    Viele Menschen mit Magenbeschwerden nehmen zusätzlich weitere
Medikamente gegen andere Krankheiten ein. Dadurch sind
Wechselwirkungen möglich, was immerhin 88 Prozent der Befragten
wissen. Der Grund: Bestimmte Enzyme in der Leber verändern die
Substanzen, damit der Organismus sie ausscheiden kann. Allerdings
konkurrieren einige Magen-Darm-Medikamente mit Mitteln gegen Rheuma,
Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen um diese Enzyme. Wollen
plötzlich alle gleichzeitig durch die "Drehtür Leber", so ist die
Kapazität irgendwann überschritten, die Tür klemmt. Nichts passt mehr
rein bzw. kommt heraus. Die Arzneimittel wirken dann zu stark oder zu
schwach. Für Pantoprazol sind andere Enzyme zuständig, es muss also
nicht durch diese Tür. Somit sind Wechselwirkungen nicht zu
befürchten.
    
    82 Prozent der Befragten kennen die Ursache von Sodbrennen: zuviel
Magensäure. Dem stehen die 66 Prozent gegenüber, für die Sodbrennen
lediglich eine Befindlichkeitsstörung ist. Die meisten Betroffenen
nehmen die Krankheit zwar als unangenehm wahr, kommen aber nicht auf
die Idee, einen Arzt aufzusuchen. Allerdings: Wer regelmäßig unter
Sodbrennen leidet, gehört in die Hände eines Arztes.
    
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