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Kölnische Rundschau: Zu Merkels Israel-Reise

    Köln (ots) - Historisch

    SANDRO SCHMIDT zu Merkels Israel-Reise

    Das Wort historisch wird oft, vielleicht zu oft in Zusam menhang mit aktuellen politi schen Ereignissen strapaziert. Doch den Besuch von Bundes kanzlerin Angela Merkel in Isra el darf man getrost in diese Ka tegorie einordnen. Zum 60. Jahrestag der Staats gründung durch die Überleben den des von Nazi-Deutschland begangenen Völkermords bau en beide Staaten ihre - ohne hin vertrauensvollen - Bezie hungen zur engen politischen Partnerschaft aus. Mit nun re gelmäßig stattfindenden Regie rungskonsultationen setzt Ber lin sein Verhältnis zu Israel auf die selbe Ebene wie das zu wichtigen europäischen Nach barn. Nachdem der von Konrad Adenauer und Staatsgründer Ben Gurion vor fast 50 Jahren begonnenen Aussöhnungspro zess weit fortgeschritten ist, soll nun eine sich in praktischer Arbeit vertiefende Freundschaft entwickeln. Die angekündigte Einberufung einer Nahost-Kon ferenz nach Berlin zeigt zu gleich, dass die Bundesregie rung sich nicht nur wie bisher wirtschaftlich, sondern auch politisch in der östlichen Mittel meerregion engagieren will. <$30> Initial über 2 Zeilen <$19>D<$0>er Besuch Angela Merkels am Grab David ben Gurions und ihre Rede in der Knesset kleiden das neue Kapitel in den Beziehungen in tiefe Symbolik. Als erste Regierungschefin überhaupt darf Merkel im Parlament reden - und das noch auf Deutsch, für viele Isra elis immer noch die Sprache der Täter. Solche Art Vergan genheitsbewältigung könnten sich viele Länder dieser Erde zum Vorbild nehmen.

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