ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Aut idem-Substitution
Apotheker begrüßen Möglichkeit der Arzneimittelauswahl

    Eschborn (ots) "Wenn die Apotheker die Möglichkeit bekommen, bei
verordneten Arzneimitteln wirkstoffgleiche Produkte auszuwählen,
können die Ausgaben der Krankenkassen um rund 500 bis 900 Millionen
DM gesenkt werden." Mit diesen Worten begründete der Vorsitzende des
Deutschen Apothekerverbandes e.V., Hermann Stefan Keller, am Dienstag
am Rande einer Klausurtagung seines Verbandes die positive Haltung
der Apotheker zu diesem Punkt der Gesetzesinitiative von
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "Was in der Schweiz, in
Frankreich und in den Niederlanden problemlos funktioniert, sollte
auch in Deutschland erlaubt werden."
    
    Hiermit seien keine Haftungsrisiken verbunden, meinte Keller, der
damit auch deutlich Äußerungen von Vertretern interessierter Kreise
widersprach. Bei der angedachten "aut idem-Substitution" geht es
ausschließlich darum, dass der Apotheker ein wirkstoffidentisches
Arzneimittel abgibt. Die Verantwortung für die Auswahl von Wirkstoff,
Wirkstärke, Packungsgröße und Darreichungsform bleibe weiterhin
uneingeschränkt beim Arzt. Im übrigen solle der Arzt auch weiterhin
die Möglichkeit behalten, durch einfaches Ankreuzen auf dem Rezept
die Arzneimittelauswahl durch den Apotheker auszuschließen. "Wer
jetzt Haftungsargumente anbringt hat hierfür letztlich nur einen
Grund: seine eigenen ökonomischen Interessen."
    
    Im übrigen sei die Arzneimittelauswahl durch Apotheker im
Notdienst bereits heute gängige Praxis. "Wenn der Arzt ein
Arzneimittel verordnet hat, das die Apotheke nicht am Lager hat - und
es nachts natürlich auch nicht schnell besorgen kann - darf der
Apotheker schon jetzt ein anderes Präparat abgeben, wenn es den
gleichen Wirkstoff, die gleiche Wirkstärke und die gleiche
Darreichungsform hat. Dem Patienten werden hierdurch langwierige Wege
erspart, ohne dass er einen Nachteil bei seiner Therapie in Kauf
nehmen muss." Ergeben sich bei der Auswahl Bedenken, ist der
Apotheker natürlich verpflichtet, Rücksprache mit dem Arzt zu nehmen.
"Dies wird auch in Zukunft so sein" meinte Keller.
    
    Apothekerinnen und Apotheker seien die Arzneimittelfachleute
schlechthin. "Wir haben die aut idem-Substitution unter anderem
deswegen schon seit langem gefordert, weil sie die Möglichkeit
bietet, durch Einsatz pharmazeutischen Fachwissens Kosten bei
gleichbleibender Qualität zu reduzieren. Dies ist eine intelligente
Antwort auf die Kostenproblematik der gesetzlichen Krankenkassen -
zum Nutzen der Patienten!"  
    
ots Originaltext: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
(ABDA)
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