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Erkältung: So beugen Sie vor und werden schnell wieder fit

Eschborn (ots)

Im Winter lauern sie überall und warten auf ein
Opfer: Erkältungsviren. Ist der Körper beispielsweise durch Stress
geschwächt, können sie seine Abwehr überwinden und führen zur
Erkältung mit Schnupfen und Husten. Den Viren kann man nicht aus dem
Weg gehen, aber ein starkes Immunsystem schützt vor Infektionen.
So stärken Sie Ihr Immunsystem
  • Im Winter hält man sich mehr in der trockenen Heizungsluft auf. Sie trocknet die Nasenschleimhäute aus und Viren können sich besser festsetzen. Dagegen helfen salzwasserhaltige Nasensprays oder Inhalationen. Auch die Befeuchtung der Raumluft durch das Aufstellen von Wasserschälchen mit einem Teelicht darunter kann helfen.
  • Kälte schwächt das Immunsystem. Durch dicke Socken und heiße Fußbäder beugt man kalten Füßen vor.
  • Regelmäßige Saunabesuche härten das Immunsystem ab. Gleiches gilt für Wechselduschen am Morgen oder - für besonders Entschlossene - Eisbaden.
  • Die Viren werden vor allem durch Dinge übertragen, die mehrere Menschen berühren, etwa Türgriffe, Kaffeemaschinen oder Telefonhörer. Dagegen hilft häufigeres Händewaschen und die gründliche Reinigung der gemeinsam benutzten Gegenstände.
  • Vitamin C und Zink können das Immunsystem stärken, gleiches gilt für Immunstimulantien wie Sonnenhut oder Sibirische Taigawurzel. Ihr Apotheker berät sie gerne dazu.
Was tun, wenn Sie die Erkältung da ist?
Trotz aller Vorbeugung: die Erkältung hat zugeschlagen. Schnupfen
und Husten treten häufig, Fieber und Kopfschmerzen manchmal auf. Eine
Erkältung dauert normalerweise etwa eine Woche. Diese Zeit braucht
der Körper, um genug Abwehrstoffe zu bilden. Jedes einzelne Symptom
kann gezielt behandelt werden durch Schnupfensprays, Schmerzmittel,
Schleimlöser oder Hustenstiller. Die Dauer der Erkältung wird dadurch
nicht verkürzt. Kombinationsarzneimittel, die verschiedene
Arzneistoffe enthalten, sind nur bedingt zu empfehlen, da sie nicht
auf die individuelle Krankheitssituation eingehen. So nimmt jemand
ohne Kopfschmerzen bei einem schmerzmittelhaltigen
Kombinationsarzneimittel die Schmerzmittel völlig umsonst ein. Daher
ist es besser, die Hauptsymptome getrennt zu behandeln. Schleimlöser
und Hustenstiller sollten nicht zusammen eingenommen werden, da sonst
der gelöste Schleim nicht abgehustet werden kann. Daher tagsüber
einen Schleimlöser einnehmen und nachts den Hustenstiller, um die
Nachtruhe zu gewähren. Oder in den ersten Tagen, wenn der trockene
Reizhusten überwiegt, den Hustenstiller und später, wenn beim Husten
Schleim zu spüren ist, einen Schleimlöser. Ihr Apotheker berät Sie
gerne individuell und detailliert.
Rasche Erholung von der Erkältung
  • Frischluft, frisches Obst und vor allem Ruhe und Wärme unterstützen den Körper bei der Heilung.
  • Zäher Schleim kann nicht abgehustet werden, durch Schleimlöser soll er dünnflüssiger werden. Dafür ist es zusätzlich wichtig, mindestens 1,5 bis 2 Liter zu trinken, vorzugsweise Heißgetränke. Einige Heilpflanzen lindern, als Tee eingenommen, das Kratzen im Hals.
  • Benutzen Sie Papiertaschentücher und werfen Sie sie nach einmaliger Benutzung weg.
  • Häufiges Händewaschen, besonders nach dem Naseputzen, verringert die Ansteckungsgefahr für Ihre Umgebung.
Antibiotika wirken nicht bei Erkältung
Die Verursacher der Erkältung sind Viren, dies sind winzige
Angreifer - so klein, dass sie nicht alleine leben können. Zur
Vermehrung sind sie auf andere Zellen angewiesen, beispielsweise auf
Zellen in der menschlichen Lunge. Sie schwächen die Immunabwehr,
daher kann sie sich nicht mehr gegen Bakterien wehren. Dadurch kann
es zu bakteriellen Mischinfektionen kommen, das heißt, dass der
Körper gegen zwei verschiedene Feinde, Viren und Bakterien,
gleichzeitig kämpfen muss. Jetzt sind Antibiotika sinnvoll, sie
wirken aber nur gegen Bakterien. Gegen Viren sind sie machtlos, daher
werden Antibiotika in der ersten Phase einer Erkältung nicht
angewendet.
Grippe ist nicht gleich Grippe
Der Name ist ähnlich, aber die echte Virusgrippe oder "Influenza"
und der "grippale Infekt" oder Erkältung sind zwei völlig
unterschiedliche Erkrankungen. Beide werden durch Viren verursacht,
ansonsten überwiegen die Unterschiede zwischen der echten Virusgrippe
und der Erkältung. Die Grippe ist eine ernste, mitunter tödliche
Erkrankung, gegen die Impfungen sinnvoll sind. Eine Erkältung
hingegen ist weitgehend harmlos. In der folgenden Tabelle werden sie
kurz gegenübergestellt.
echte Virusgrippe  Erkältung
   Krankheitsverlauf           schwer           leicht
   Impfung möglich             ja               nein
   Beginn                      plötzlich        schleichend
   Symptome      
   Gliederschmerzen            sehr stark       selten
   Kopf- und Nackenschmerzen   sehr stark       selten
   Schnupfen                   fast nie         fast immer
   Halsschmerzen               selten           oft
   Fieber                      sehr hoch        leicht
                               (bis 40 °C)      (38 bis 38,5 °C)
   Müdigkeit                   sehr stark       selten
   Heiserkeit                  fast nie         sehr oft
Eine Grippeimpfung verhütet nur die echte Virusgrippe, nicht aber
die Erkältung. Sie ist empfehlenswert für Menschen mit anfälligem
Immunsystem, Menschen über 60 Jahre, bei chronischen Krankheiten wie
Diabetes und bei beruflichem Kontakt mit vielen anderen Menschen. In
Deutschland sind aber nur etwa 30 % dieser Personengruppen geimpft.
Eine Impfung schützt nach etwa zwei Wochen vor einer Ansteckung und
muss jedes Jahr wiederholt werden.
Seit kurzem gibt es gegen die echte Virusgrippe
verschreibungspflichtige Arzneimittel, die bei einer frühzeitigen
Einnahme die Infektion um etwa zwei Tage verkürzen und die Symptome
mildern.
Rückfragen an Dr. Ursula Sellerberg, 
Tel.: 06196 / 928-186 oder   u.sellerberg@abda.aponet.de

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell

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