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Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

117 Millionen Mark in die Förderung regenerativer Energien investiert / Bilanz zum 15. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl (26. April) und zum Tag der Erneuerbaren Energien (28. April)

Osnabrück (ots)

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) will auch zukünftig den
Ausbau alternativer Energieformen aktiv vorantreiben
"Die Katastrophe in Tschernobyl vor 15 Jahren hat es schmerzhaft
bewusst gemacht: Für eine sichere und umweltbewusste Zukunft müssen
regenerative Energien stärker berücksichtigt werden", sagt Fritz
Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU), Osnabrück. Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren habe die DBU
ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von erneuerbaren Energien
gelegt. "Mit einer Summe von 117 Millionen Mark für weit über 500
Projekte haben wir dazu beigetragen, die Akzeptanz von Sonne, Wind,
Wasser und Biomasse zu erhöhen", betonte Brickwedde.
"Zwar stellen erneuerbare Energien heute sehr oft noch ein
Zuschussgeschäft dar. Doch angesichts der unbestreitbaren Endlichkeit
herkömmlicher Energiequellen wie Öl, Gas und Kohle, die zudem die
Umwelt belasten, muss eine Umorientierung auf dem Energiesektor
stattfinden", macht Brickwedde deutlich. Unter normalen
Wettbewerbsbedingungen hätte sich auch Atomstrom nie durchsetzen
können. Es seien hier massive staatliche Subventionen und
Steuerbegünstigungen nötig gewesen, um die heutige Position zu
erreichen. Ähnliches müsse nun auch zugunsten der regenerativen
Energien geschehen. Die DBU setze daher hier nicht nur auf einzelne,
vorbildhafte Projekte, sondern bemühe sich auch um Initiativen mit
größtmöglicher Öffentlichkeitswirkung.
So stoße die Initiative "Kirchengemeinden für die Sonnenenergie"
auf beispielloses Interesse. Hier mache sich die DBU bewusst die
Vorbildwirkung der Kirchen für eine bessere Akzeptanz der Sonnenergie
zunutze, indem sie den Bau von Solaranlagen auf den Dächern
kirchlicher Gebäude fördere. "Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf
einer guten Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinden, die bei dieser
Initiative Voraussetzung für eine Unterstützung ist", hebt Brickwedde
hervor. Das Kuratorium der Stiftung habe daher beschlossen, auf das
überwältigende Echo zu reagieren und die Fördersumme auf 20 Millionen
Mark für rund 600 Kirchengemeinden zu verdoppeln.
Die verschiedenen Arten der Nutzung von Sonnenenergie stellten
einen Schwerpunkt in der Arbeit der Stiftung dar: Für mehr als 300
Projekte habe man hier über 35 Millionen Mark zur Verfügung gestellt.
Doch auch bei der Biomasse-Nutzung, Wasserkraft und Windenergie seien
mit knapp 150 Projekten und 65 Millionen Mark Fördersumme viele
innovative Ideen unterstützt worden.
Besonders vorbildhaft für die Nutzung erneuerbarer Energien sei
die energieökologische Modellstadt Ostritz-St. Marienthal in Sachsen.
Dieser Stadt sei es mithilfe der DBU gelungen, die Aufbruchstimmung
nach der Wiedervereinigung zu nutzen und ihren Energiehaushalt völlig
auf lokale, erneuerbare Energien umzustellen: Biomasse, Wasser, Wind
und Sonne. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt habe das herausragende
Gesamtkonzept im Rahmen zahlreicher Einzelprojekte mit mehr als 22
Millionen Mark gefördert. Dazu gehört auch die Bildungsstätte im
Gebäude des Zisterzienserinnenklosters St. Marienthal. Durch dieses
Internationale Begegnungszentrum werde insbesondere auch die
umweltbezogene, grenzüberschreitende Zusammenarbeit in die
Nachbarländer unterstützt.
Modelle, die die verschiedenen Möglichkeiten zur Erzeugung von
erneuerbaren Energien optimal kombinierten, seien für ihre breite
Akzeptanz besonders wichtig. Initiativen wie der mittlerweile
bundesweite "Tag der erneuerbaren Energien", der anlässlich des
zehnten Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl von der Stadt
Oederan (Sachsen) ins Leben gerufen wurde, stellten weitere wichtige
Pfeiler für eine Verbreitung von alternativen Energien dar. "Im
letzten Jahr haben wir Oederan als Anerkennung einen der Hauptpreise
in unserem TAT-Orte-Wettbewerb verliehen", erläutert Brickwedde.
Dieser Wettbewerb prämierte vorbildliche Umweltideen und -taten
kleinerer Gemeinden und Initiativen, um durch diese einen
Nachahmungseffekt zu erzeugen. Die Idee des "Tages der Erneuerbaren
Energien" sowie die umfangreiche Nutzung erneuerbarer Energien in
Oederan habe hierbei mit den Ausschlag für die Auszeichnung gegeben.
Auch bei dem seit 1993 jährlich verliehenen Deutschen Umweltpreis
habe die DBU immer wieder die Arbeit von Pionieren im Bereich der
Klimaforschung und des Klimaschutzes honoriert: "Einer unserer ersten
Preisträger war 1993 die Firma Foron, die den ersten FCKW- und
FKW-freien Kühlschrank entwickelte und damit erheblich zu einer
Verringerung der ozonschädigenden Gase beigetragen hat", sagt
Brickwedde. Es folgten die Klimaforscher Dr. Frank Arnold und
Professor Dr. Dr. h. c. mult. Paul J. Crutzen, der ein Jahr später
den Nobelpreis für Chemie erhalten habe. Die Firma INTEGRAL habe den
Umweltpreis 1997 für ihre innovative Kältetechnik, die auf Wasser
statt auf giftigen oder ozonschädigenden Substanzen basiere,
erhalten. 1998 sei der Preis Georg Salvamoser verliehen worden, der
ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel hohe persönliche Risiken in
Kauf genommen habe, um ein mittelständisches Unternehmen in der
Photovoltaikbranche aufzubauen und im Bereich der erneuerbaren
Energien zu einer Trendwende in Deutschland beizutragen. Im letzten
Jahr habe man mit Aloys Wobben einen der Pioniere der Windenergie
ausgezeichnet.
"Man muss der Bevölkerung vermitteln, dass neben den nicht von der
Hand zu weisenden ökologischen Faktoren regenerative Energien auch
ökonomische Vorteile bieten", sagt Brickwedde. So seien bereits
70.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien entstanden;
bis 2020 rechne man mit weiteren 200.000. Deutschland übernehme
zurzeit bei den Industrienationen eine Vorbildfunktion: 50 Prozent
des in der gesamten EU erzeugten Stroms aus Windkraft würden hier
erzeugt. "Diese Vorreiterrolle wollen auch wir zukünftig stützen",
betont Brickwedde.
Fotos zum Thema können honorarfrei unter www.dbu.de im Bereich
Presse heruntergeladen werden
PRESSESPRECHER:
Franz-Georg Elpers

Kontakt:

An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Tel. 0541/9633-521
Fax 0541/9633-198
E-Mail: fg.elpers@dbu.de

Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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