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NABU wertet aktuelle CO2-Zahlen als Warnschuss für die Bundesregierung

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat den vom Deutschen
Institut für Wirtschaftforschung (DIW) für das Jahr 2000 bekannt
gegebenen Anstieg der Kohlendioxidemissionen um 1 Prozent in
Deutschland als Warnschuss für die Bundesregierung bezeichnet. Die
Zunahme von 9 Millionen Tonnen im Vergleich zu 1999 belege endgültig,
dass zum Erreichen der Klimaschutzziele tiefgreifende Änderungen
unserer Energieversorgungsstruktur nötig seien, so NABU-Präsident
Jochen Flasbarth.
    
    Die vorgelegten Zahlen zeigten, dass neben dem ewigen
klimapolitischen Sorgenkind Verkehr vor allem die zunehmende
Braunkohleverstromung negative Auswirkungen auf die Entwicklung der
CO2-Emissionen habe. "Die festgefahrenen Strukturen in der deutschen
Stromwirtschaft erweisen immer mehr als Hemmschuh für einen
durchgreifenden Klimaschutz", so Flasbarth. Wer wie
Wirtschaftsminister Müller auf der einen Seite die
Braunkohleverstromung forciere, auf der anderen Seite effiziente
Techniken wie die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) blockiere, lasse kein
ernsthaftes Interesse am Klimaschutz erkennen.
    
    Flasbarth warnte die Bundesregierung angesichts der aktuellen
Fakten vor der weiteren Demontage des eigenen Klimaschutzprogramms.
Neben der raschen Verständigung auf eine Quote für KWK-Strom sei
insbesondere der Verzicht auf weitere Braunkohleprojekte zwingend
erforderlich, so der NABU-Präsident: "Neben der ostdeutschen
Braunkohleförderung nun auch noch auf Garzweiler zu beharren wäre
eine klimapolitische Bankrotterklärung."
    
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