eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.

Pressekonferenz, Heute, 5. Juni, 17.30 bis ca. 20.00 Uhr Gästehaus Petersberg, Königswinter bei Bonn
eco-Verband gegen Cyber-Bürokratie

    Köln (ots) - Der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft, eco
Electronic Commerce Forum e.V. (Köln), wendet sich gegen die geplante
Cybercrime Convention. Unter dem Deckmantel der vermeintlichen
Bekämpfung von Kriminalität würde die Konvention dem Internet einen
bürokratischen Überbau kaum vorstellbaren Ausmaßes verpassen, warnt
der Vorstandsvorsitzende des eco-Verbandes, Prof. Michael Rotert.
Zugleich begrüßt der Verband die jüngsten Ausführungen von
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, der den Internet-Sektor vor
dem Regelungsdrang des Gesetzgebers schützen will. Auf der
Internationalen Kartellkonferenz in Berlin sagte Müller kürzlich, die
Dynamik des Internet dürfe "nicht durch zu viele vorsorgliche
Regelungen und bürokratische Hürden beeinträchtigt werden". "Genau
das wäre bei der Cybercrime Convention der Fall", meint eco-Chef
Prof. Michael Rotert.
    
    Alle in der Cybercrime Convention aufgeführten wesentlichen
Straftaten seien bereits heute strafbar, hält Rotert dem Europarat
entgegen, der die Konvention aufgebracht hatte. Zusätzliche Gesetze,
die die Strafbarkeit beispielsweise von Urheberrechtsverletzungen,
Kinderpornographie, Computerbetrug und anderen Straftatbeständen
nochmals feststellen, seien "so überflüssig wie ein Kropf", sagt
Rotert: "Die Polizei benötigt mehr Know-how und mehr Ressourcen, um
effektiver gegen Kriminalität im Internet vorzugehen. Was ihr nicht
hilft, ist eine ausufernde Flut an Gesetzen".
    
    Bei der Abwehr von Angriffen auf digitale Infrastrukturen
beispielsweise durch Hacker sind vor allem die Softwareanbieter
gefordert, meint der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft. 98
Prozent aller Gefährdungen sind auf konzeptionelle Irrtümer und
Programmierfehler bei der Software zurückzuführen, verweist er auf
CERT-Statistiken. Der Druck der Medienkonzerne, die eine Cybercrime
Convention forcieren, sei im Angesicht von Napster zwar verständlich,
aber der Sache nicht dienlich, meint Rotert. "Die Medienwirtschaft
muss an das Internet angepasste Geschäftsmodelle erarbeiten, um das
Cyber Business mit Musik, Büchern und künftig Videos in den Griff zu
bekommen. Der rechtliche Rahmen hierfür ist längst geschaffen",
fordert Prof. Michael Rotert zum Handeln auf.
    
    eco Electronic Commerce Forum e.V. ist der Verband der
Internet-Wirtschaft in Deutschland. Ziel ist, die kommerzielle
Nutzung des Internets voranzutreiben, um die Position Deutschlands in
der globalen Internet-Ökonomie und damit den Wirtschaftsstandort
Deutschland insgesamt zu stärken. eco-Forum versteht sich in diesem
Sinne als Interessenvertretung der deutschen Internet-Wirtschaft
gegenüber der Politik, in Gesetzgebungsverfahren und in
internationalen Gremien.
    
    E-Mail an team@dripke.de  oder  Fax 0611/719290
    * Hiermit melde ich mich zum heutigen "eco-Sicherheitsgipfel" an.
Den für die Teilnahme erforderlichen Personalausweis bringe ich mit.
    Vor- und Zuname, Redaktion, Tel/E-Mail/Fax
    
    
ots Originaltext: eco Electronic Commerce Forum e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Weitere Informationen:
Verband der deutschen Internet-Wirtschaft,
eco Electronic Commerce Forum e.V.,
Grasweg 2,
50769 Köln,
Tel: 0221/9702407,
E-Mail: info@eco.de

PR-Agentur:

Team Andreas Dripke GmbH,  
Tel: 0611/973150,
Email: team@dripke.de

Original-Content von: eco - Verband der Internetwirtschaft e. V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.

Das könnte Sie auch interessieren: