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Die ARD auf dem Filmfest München 2010

München (ots) - Unter dem Motto "Filme, die berühren" zeigt das diesjährige Filmfest München mehr als 200 Premieren. 18 davon sind Auftrags- und Koproduktionen der ARD.

In den Reihen "Neue deutsche Kinofilme" und "Neue deutsche Fernsehfilme" ist der Trend hin zu Themen hart an der Wirklichkeit unübersehbar. Eine genaue Beschreibung der Realität und scharf konturierte Charaktere prägen auch die Filme, die unter Beteiligung der ARD-Filmredaktionen entstanden sind.

Mit seinem Kinofilm "Unter Dir die Stadt" (WDR) war Christoph Hochhäusler in diesem Mai zu den Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. Auf dem Münchner Filmfest erlebt der Film, der vor dem Hintergrund der großen aktuellen Weltwirtschaftskrise und der unersättlichen Gier des Kapitals nach Mehrwert spielt, seine Deutschlandpremiere. Eine Reise auf die Schattenseite des europäischen Traums, dorthin, wo niemand hinsehen will, unternimmt Johannes Naber (Buch und Regie) in seinem Film "Der Albaner" (SWR/ARTE). Erzählt wird die Geschichte von Arben, dem Albaner, der sich vom ärmsten Land Europas in das reichste aufmacht. "Kick in Iran" (BR/WDR) von Fatima Abdollahyan (Buch und Regie) porträtiert Sarah Khoshjamal, die erste weibliche Taekwondo-Kämpferin aus dem Iran, die sich jemals für die Olympischen Spiele qualifiziert hat. "Die Hummel" (BR) von Sebastian Stern, der zusammen mit Peter Berecz auch das Buch zum Film schrieb, ist eine Tragikomödie über einen niederbayerischen Vertreter für Schönheitsprodukte. Den Niedergang seiner bürgerlichen Existenz verbirgt er hinter einer behaupteten Erfolgsfassade. "Bergblut" (BR) von Philipp J. Pamer (Buch und Regie) erzählt die Geschichte der jungen bayerischen Arzttochter Katharina, die 1809 mit ihrem Mann Franz (Wolfgang Menardi) nach Tirol fliehen muss.

Bei den "Neuen deutschen Fernsehfilmen" sind neun der insgesamt 18 auf dem Filmfest gezeigten Filme ARD-Auftragsproduktionen. Elmar Fischers Wirtschafts-Thriller "Im Dschungel" (WDR), der im Oktober im Ersten ausgestrahlt wird, erzählt mit ungetrübtem Blick auf das Geschehen unserer Tage eine Geschichte, die zwar frei erfunden ist, aber so oder so ähnlich in vielen Industrieunternehmen passieren könnte. Marc-Andreas Bocherts Film "Empathie" (BR) verknüpft in losen Episoden die Geschichten dreier Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, deren Leben aus den Fugen gerät. Drei Geschwister, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, bringt Kai Wessels Film "Alles Liebe" (BR) (Buch: Beate Langmaack) anlässlich des 65. Geburtstags ihrer Mutter (Hannelore Elsner) zusammen. Der Film wird im September im Ersten ausgestrahlt. Ebenfalls im September im Ersten: "Keiner geht verloren" (BR) von Dirk Kummer (Buch: Bert Koß, Michael Peschke), der eine junge Ost-Berlinerin nach Bayern versetzt. In dem bewegenden Drama "Sie hat es verdient" (BR/ARD Degeto), bei dem Thomas Stiller für Buch und Regie verantwortlich zeichnet, spielen Veronica Ferres und Martin Feifel die Hauptrollen. Die Tochter von Nora und Hendrik kommt durch die Gewalt von Mitschülern zu Tode. Der Verlust ist für die Eltern kaum auszuhalten und entfremdet die beiden Partner. Unter der Regie von Thomas Freundner (Buch: Stefan Dähnert) entstand der Fernsehfilm "Das geteilte Glück" (SWR). Durch einen Zufall findet Nicole Wagner heraus, dass ihr gemeinsamer Sohn mit dem Gerüstbauer Grille gar nicht ihr Kind sein kann. Nach der mehrfach preisgekrönten BR-Koproduktion "Marias letzte Reise" ist "In aller Stille" (BR) der neue Film von Drehbuchautorin Ariela Bogenberger und Regisseur Rainer Kaufmann. Bis an die seelische Schmerzgrenze geht das Drama, das nur vordergründig wie ein klassischer Fernsehkrimi beginnt. Nina Kunzendorf spielt darin eine Polizistin, die erst viel zu spät von einer Kindesmisshandlung erfährt und sich dann auf die Suche nach einem Jungen machen muss, der spurlos verschwunden scheint. Der mit Michael Fitz und Maximilian Brückner in weiteren Rollen hochkarätig besetzte Film wird im Oktober im Ersten zu sehen sein. "Sau Nummer Vier. Ein Niederbayernkrimi" (BR) heißt die neueste Arbeit von Max Färberböck (Regie) und Christian Limmer (Buch). Der Titel ist Programm: Nieder-nussdorf ist ein kleines beschauliches Dorf in Niederbayern, nicht weit von Straubing. Hier gab es noch nie einen Mord: Was also sucht der junge Hauptkommissar aus der Polizeidirektion Straubing Florian Lederer in dem kleinen Ort? Der "Tatort", die älteste Krimireihe im deutschen Fernsehen, ist auch nach 40 Jahren beim Publikum nach wie vor beliebt und bietet Sonntag für Sonntag hochklassiges Fernsehen. Das Münchner Filmfest zeigt in diesem Jahr den "Tatort: Nie wieder frei sein" (BR) unter der Regie von Christian Zübert (Buch: Dinah Marte Golch) mit dem Münchner Kommissarsduo Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec), der im Dezember im Ersten zu sehen sein wird.

Im "Internationalen Programm" läuft Gandulf Hennigs Dokumentarfilm über den US-amerikanischen Country-Musiker "Merle Haggard: Learning To Live With Myself" (BR/rbb) und bei den "Visiones Latinas" zeigen den Dokumentarfilm "Nostalgia por la Luz" (WDR) von Patricio Guzmán.

Zwei weitere ARD-Koproduktionen stehen auf dem Programm des "Kinderfilmfests": "Ente, Tod und Tulpe" (WDR) unter der Regie von Matthias Bruhns eine Episode aus "Das Sandmännchen - Abenteuer im Traumland" (rbb/NDR/MDR/KI.KA) unter der Regie von Jesper Moller und Sinem Sakaoglu.

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