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Das Erste: "W wie Wissen" am 30. Mai 2010 um 17.03 Uhr im Ersten

München (ots) - Thema: Von großen und kleinen Katzen

"W wie Wissen" zeigt, wie Hauskatzen ihre Besitzer mit Klagelauten gezielt manipulieren, erklärt, wie eine Wissenschaftlerin die gefährdeten Geparden in Namibia retten will, ertappt samtpfötige Vogelkiller auf Helgoland und erzählt die abenteuerliche Geschichte der Tibet-Connection.

Wie Katzen ihre Menschen im Griff haben

Auf leisen Pfoten schleichen sie um unsere Beine, schnurren wohlig-zufrieden vor sich hin und maunzen uns mit großen Augen an. Dabei kann das Miau einer Hauskatze hintertriebener sein, als wir vielleicht wahrhaben wollen: Im Umgang mit Menschen haben die Samtpfoten offenbar gelernt, das Klagen gezielt und manipulativ einzusetzen, um ihren Wunsch nach Futter durchzusetzen - und der Mensch geht diesem Katzenjammer auf den Leim. Herausgefunden hat das die amerikanische Verhaltenspsychologin Karen McComb. "W wie Wissen" begleitet sie bei ihrer Arbeit. Und ein Experte erklärt die wichtigsten Regeln der Katzensprache.

Geparden - die gefährdetsten Katzen der Welt Noch knapp 3000 Geparden leben in Namibia. Und ihr Überleben ist stark gefährdet - sie sind die einzig noch lebenden Vertreter ihrer Gattung. Durch Seuchen und die Jagd durch Menschen hat sich der Genpool der Tiere seit Ende der letzten Eiszeit dramatisch verkleinert. Jeder Gepard ist mit jedem verwandt, und jede Krankheit eines einzelnen bedroht automatisch die gesamte Population. Tierschützer glauben, dass die älteste aller Großkatzen in 20 Jahren ausgestorben sein wird. Doch in Gefangenschaft lassen sich Geparde nur schlecht vermehren. Nur in der Natur lässt sich ihr Überleben sichern. "W wie Wissen" erzählt die Geschichte des jungen Geparden Jerome, der eines Tages in eine Falle der Farmer geht, in letzter Minute gerettet wird und in der Auffangstation von Dr. Laurie Marker landet.

Die Vogelkiller von Helgoland

Auch Hauskatzen sind Raubkatzen - und bringen dabei immer mal wieder Vögel zur Strecke. Das ist den Vogelschützern zwar überall ein Dorn im Auge, aber eine echte Gefährdung der Bestände entsteht im Allgemeinen nicht. Ganz anders auf einer Insel, vor allem einer so einer kleinen wie Helgoland. Hier erbeuten die Katzen erschreckend viele Vögel, darunter etliche Arten, die auf der roten Liste stehen. Und so gibt es einen regelrechten Kampf zwischen Vogelschützern und Katzenliebhabern. "W wie Wissen" geht mit dem Chef der Vogelwarte auf die Pirsch, um die Raubtiere auf frischer Tat zu ertappen.

Die Tibet-Connection

Die Nachricht schockte Naturschützer weltweit: Aus dem indischen Nationalpark Sariska waren quasi über Nacht alle Tiger verschwunden - mehr als 24 der majestätischen Raubkatzen. Dies war der Höhepunkt eines Massenabschlachtens, dem in den letzten Jahren vermutlich mehr als die Hälfte aller indischen Tiger zum Opfer gefallen sind. Eine Spezialtruppe der Polizei entdeckte, dass die Produkte der getöteten Tiere nicht wie vermutet in chinesischen Apotheken landeten, sondern auf den Schultern von Menschen, die niemand in Verdacht hatte: Tibeter. Zeitgleich entdeckte die Tierschützerin Belinda Wright in einem Buch, dass Tibeter bei traditionellen Festen Umhänge mit Tigerfellbesatz tragen. "W wie Wissen" erzählt die Geschichte eines cleveren Kriminellen, seiner unbekümmerten Kunden, einer ahnungslosen Öffentlichkeit - und einer Chance, die letzten Tiger doch noch zu retten.

Moderation: Dennis Wilms

"W wie Wissen" im Internet unter www.DasErste.de/wwiewissen

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