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RNZ: Rhein-neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Guttenberg

    Heidelberg (ots) - Dem Freiherrn zu Guttenberg eilt der Nimbus des Neuen wie ein "weißer Schatten"  voraus. Ob er ihn auch erreicht,   das muss sich  jetzt zeigen. Im Moment scheint es der   Wirtschaftsminister darauf anzulegen, in Sachen Krisenmanagement in den USA sein Gesellenstück  abzuliefern. Kein ganz risikofreies Geschäft: Anders als Rüttgers oder auch Steinmeier, die das Retterspiel am Beispiel der nationalen Ikone Opel    auf eigenes oder Parteirisko  mitspielen, verhandelt Theodor zu Guttenberg in den USA als  verlängerter Arm seiner Berliner Regierung. Und wenn es schiefgeht, bleibt die Niederlage an beiden hängen - am Wirtschaftsminister  und seiner  Kanzlerin. Denn Opel ist Wahlkampfthema. Guttenberg hat bis jetzt nur die Gesprächsgrundlagen für künftige harte Verhandlungen gelegt. Die Opel-Rettung ist mit der Zusagen von GM, an ihrer Tochter nur noch eine Minderheitsbeteiligung zu halten und "etwas"  für eine europäische Lösung zu leisten, lediglich  um Zentimeter  vorangekommen. Und ohne das "Go" der amerikanischen Regierung, bei der GM tief in der Kreide steht, geht nichts. Vielleicht wird man schon heute mehr darüber wissen, was an   Guttenbergs Rettungsmission der Schaum, und was die Substanz war.

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