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Neues Deutschland: zu einer Studie über Ausländerfeindlichkeit unter Jugendlichen

    Berlin (ots) - Jeder siebte Jugendliche ist einer Studie zufolge sehr ausländerfeindlich eingestellt. Das Erschrecken ist den Autoren in der Mitteilung förmlich anzumerken. Und die Hilflosigkeit. Und das Bangen. Ist es schon wieder soweit? Und doch wird diese Meldung sich in den Zeitungsspalten verlieren wie jede andere auch. Wie die Meldung über die Krise. Wie die Meldung über den drohenden Islamismus. Wie die Meldung über die Konkurrenz der deutschen Autobauer in Fernost. Wie die Meldung über einen geschichtsvergessenen Papst. Wie die Meldung über Weltraumschrott, der die Raumstation ISS nur knapp verfehlt. Wie die Meldung über tauende Gletscher. Wie die Meldung über Scheinehen, die dem Bundesinnenminister schlaflose Nächte bereiten. Wie die Meldung über Schulabgänger, die vergeblich nach einer Ausbildung suchen. Wie die Meldung über Amokläufer. Wie die Meldung über alte Leute, die auf Anlageberater hereinfielen und sich nun um ihr Erspartes betrogen sehen. Wie die Meldung über den Kampf von Ärzten um ihr Honorar. Wie die Meldung über den Kampf zwischen Demokratie und Diktaturen. Wie die Meldung über Teuerungen oder Entlassungen. Schon wird es nebensächlich, ob es einem (noch) gut geht oder (schon) schlecht. Die Angst greift um sich. Sie bleibt diffus, sucht sich ein Gesicht. Ein fremdes. Überall,  nicht nur in Deutschland, steigt die Ausländerfeindlichkeit.

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