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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Schuldenbremse

Heidelberg (ots)

Auf den ersten Blick sieht alles sehr gut aus:
Der Staat kehrt endlich wieder zu einer ordentlichen Haushaltsführung
zurück, die Reichen helfen den Armen, auf dass für die Bürger im 
föderalen Staat annähernd gleiche Lebensbedingungen herrschen. Aber 
auf den zweiten Blick merkt man, dass es sich bei den Ergebnissen der
Föderalismuskommission II um den fast kuriosen Versuch handelt, 
wonach sich die Katze selbst das Mausen abgewöhnen soll. Auf jeden 
Fall ist die so genannte Schuldenbremse nicht nur mit einem sehr 
langen zeitlichen Bremsweg ausgestattet. Die gute Absicht, ohne die 
der Staat an den Zinsen immer mehr erstickt, hat auch großzügige 
Schlupflöcher für den Rückfall. Und sie geht von einem eher 
theoretischen Politik- und Staatsverständnis aus. In der Praxis war 
es bisher noch immer so, dass nur eine Ausgabenpolitik mit leichter 
Hand, zumal in Wahlzeiten, als gute Politik wahrgenommen wird. Von 
den Bürgern wie von den Parteien. An den Paradigmenwechsel zu    
glauben, fällt deshalb schwer. Denn die Schuldenpolitik hat für die 
Verursacher noch einen Vorzug: Werden sie irgendwann trotzdem 
abgewählt, können sie sich mit dem Trost auf den Oppositionsbänken 
einrichten: Nach uns die Zinsflut.  Dieses politische Strukturproblem
schafft die Föderalismusreform nicht aus der Welt.

Pressekontakt:

Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0

Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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