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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Flüchtlingspolitik

Bielefeld (ots) - Falls die Europäer gedacht haben sollten, sie könnten das Problem des anschwellenden Flüchtlingsstroms mit ein paar zusätzlichen Kriegsschiffen im Mittelmeer entschärfen, haben sie sich getäuscht. Es gibt keine Lösung, die mit Marine-Einheiten erreichbar wäre.

Weil nicht nur die Opfer von Bürgerkriegen auf der Flucht in die EU sind, sondern auch jene, die zwischen Stammesfehden geraten oder schlicht von Hungersnöten betroffen sind. Die Industriestaaten bekommen die Quittung für die Benachteiligung des Kontinents, der nie wirkliche Hilfe für seine Entwicklung erfahren hat.

Da es zu Hause keine Aussicht auf Besserung gibt, machen sich die Betroffenen auf, ihr Heil in Europa zu suchen. Angesichts dieser Realität wirkt die kleinliche Entschlossenheit des Westens zur Bekämpfung der Fluchtursachen wie ein Trostpflaster. Natürlich ist ein Sonderfonds von zehn Milliarden Euro begrüßenswert, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Von einem fairen Welthandel mit gleichen Chancen für die Länder Afrikas oder Lateinamerikas ist man weit entfernt. Daran können die EU-Minister für die Entwicklung der Dritten Welt alleine nicht viel ändern. Und auf Lösungen der G7-Staaten wartet man seit Jahren vergeblich.

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