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Westfalen-Blatt: zu Preisabsprachen von Brauereien

Bielefeld (ots) - Beim Glas Bier lassen sich manche Probleme leichter lösen. Schon deshalb sind die meisten Biertrinker vermutlich geneigt, den Bericht des Kartellamts über die Preisabsprachen abzunehmen. Zu konkret sind die Angaben über Ort, Zeit und genaue Höhe der verabredeten Preissteigerung. Zu groß ist der Kreis derer, die ihre Mitwirkung bereits eingestanden und eine Strafe akzeptiert haben. Doch beweist dies alles noch nicht, dass auch die anderen mitgemacht haben. Deshalb ist es gut, dass Dr. Oetker und Carlsberg vor Gericht gehen. Vielleicht erhoffen sie sich nur eine Minderung der Strafe - so wie zuletzt in der Zementbranche, als die Richter die Summe von 700 auf 400 Millionen Euro reduziert haben. In jedem Fall aber sollte das öffentliche Beweisverfahren für mehr Klarheit im Bierglas sorgen. Brauereichefs erklären bei jeder Pressekonferenz und anderen Gelegenheiten, Bier müsse teurer werden. Doch trauen sich die wenigsten einen Alleingang zu. Vermutlich sind die Kunden jetzt noch aufmerksamer. Die Absprachen haben das Image der Branche getrübt. Qualitative Argumente werden schwerer durchdringen.

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