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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Madeleine Schickedanz

Bielefeld (ots) - Es ist schwer, ein Vermögen aufzubauen. Das weiß jeder, der davon geträumt oder es vielleicht in Ansätzen versucht hat. Kaum hat man ein bisschen zur Seite gelegt, da fressen schon der tägliche Bedarf, Freunde, Verwandtschaft, ein unerwartetes Ereignis, die Preissteigerung oder - besonders verhasst - die Steuer den kleinen Profit auf. Spätestens jetzt sind viele für den goldenen Tipp empfänglich. Mal ist es die Wunderaktie, mal der Immobilienfonds oder ein anderes, natürlich sagenhaft verzinstes und völlig risikoloses Wertpapier: Spätestens, wenn der Anlageberater oder die Bank des Vertrauens grünes Licht geben, fallen die Schranken. Viele Anleger haben ihren Leichtsinn außer mit dem Verlust eines Großteils ihrer Altersvorsorge auch mit der Häme angeblicher Freunde bezahlt. »Wärst du mal nicht so gierig gewesen. . .« Ähnlich mag es Madeleine Schickedanz ergangen sein. Dass eine Multimilliardärin so aufs Glatteis geführt werden kann, verwundert. Aber es ist gut, dass sie vor Gericht ging. Es bestätigt einmal mehr, dass Verbraucherschutz mindestens bei Kleinanlegern nicht nur Bürokratie, sondern auch soziale Pflicht ist.

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