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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Präimplantationsdiagnostik-Debatte in der CDU

Bielefeld (ots) - Nein, Germanys next Topmodel kommt auch in Zukunft nicht aus dem Babydesigner-Labor. Die CDU-Debatte über die Grenzen des moralisch und medizinisch Zulässigen vermied solche Übertreibungen. Sie stellte Realitäten dar. Tatsächlich geht es bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) allein um Eltern, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein gesundes Kind. Und darum, jedes einzelne Leben wertzuschätzen. Mit großer Ernsthaftigkeit rangen sich die Delegierten ein auf den ersten Blick bescheidenes Unentschieden ab. Die im Prinzip nach beiden Seiten offene Positionierung zeigt zweierlei: Die CDU ist individueller und moderner als viele unterstellen. Und sie vergisst ihre Grundsätze nicht, stellt sie aber auch nicht absolutistisch über alles. Der Parteitagsbeschluss ist kein Befehl an die Bundestagsfraktion, sondern eine Mahnung. Dort muss ein Gesetz beschlossen werden, das auf die Realitäten antwortet. Die aber werden bestimmt vom berechtigten Kinderwunsch auch solcher Eltern, die erbliche Belastungen ihres Nachwuchses mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten nicht ganz ausschließen können. Ihnen zu helfen ist auch eine Christenpflicht.

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