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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur NRW-Schulpolitik

Bielefeld (ots) - Versuch macht klug: Die neue NRW-Schulpolitik wagt Experimente im Doppelpack. Ohne den Landtag per Gesetzgebung zu beteiligen, sollen erste Gemeinschaftsschulen erprobt werden. Auch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums ist als Test getarnt, obwohl nicht das G9, sondern das G8 der tatsächliche Versuchsballon ist. Beides geschieht per Ausnahmeregel, weil Rot-Grün keine echte Mehrheit Landtag hat. Statt der Politik sind nun also die Betroffenen am Zuge, was für Überraschungen gut sein kann. Niemand weiß, ob nicht bis zum 31. Dezember weit mehr Gemeinschaftsschulen beantragt werden, als es für einen Schulversuch überhaupt erforderlich und zulässig ist. Auch nicht ausgeschlossen ist, dass die Gymnasien bis Ende November in großer Zahl zum alten G9 zurückdrängen. Dann stünde die Opposition blamiert da. Allerdings sind Rückkehrer zum G9 zwangsläufig Favoriten für die neuen Gemeinschaftsschulen. Beim G9 können die Gymnasiallehrer noch mitbestimmen, beim Zwangszusammenschluss per Rathausentscheid nicht mehr.

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