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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Boni

Bielefeld (ots) - Jahrelang haben sich Bankmanager unverschämt hohe Boni eingesteckt. Dies geschah im Einvernehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat der jeweiligen Institute. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und irgendwie mussten die Yachten und Villen am Strand ja auch finanziert werden. Luxus pur, wie schön. Dummerweise hat die weltweite Finanzkrise diese fragwürdige Praxis der Bonizahlungen an die Öffentlichkeit gespült. Dummerweise aus Sicht der betroffenen Bankmitarbeiter. Sie müssen sich nun nach der Entscheidung des Europäischen Parlamentes mit weniger Geld zufriedengeben. Das ist auch gut so. Nichts gegen Topverdiener, nichts gegen Millionäre - aber es gibt auch ethisch-moralische Grenzen, die von Bankmanagern überschritten wurden. Zudem sind sie - angestachelt durch hohe Prämien - riskante Wertpapiergeschäfte eingegangen. Diese Geschäfte waren mitverantwortlich für den Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems. Daher war es folgerichtig, dass die EU-Politiker das Bonussystem in seiner jetzigen Form abgeschafft hat. Boni ja, aber ausgerichtet am langfristigen Erfolg. Das ist der richtige Weg.

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