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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Gaspreise

Bielefeld (ots) - Natürlich ist es ärgerlich, wenn Energieversorger ihren Kunden in Deutschland zu hohe Gaspreise abverlangen. Überraschend ist es allerdings nicht. Verwunderlich ist da eher, dass sich offenbar die Mehrzahl der Abnehmer dies immer noch gefallen lässt. Dabei ist es so einfach, den Gasanbieter zu wechseln. Ob der Wettbewerb auf dem Rohstoffmarkt funktioniert, hängt nicht nur von den Unternehmen, sondern mehr noch von den Kunden ab. Sofern sich die Anbieter nicht wettbewerbswidrig untereinander absprechen, sollte es ausreichen, wenn eine Verbraucherschutzorganisation die Angebote und Preise vergleicht. Das Landeswirtschaftsministerium mag Empfehlungen geben; Preisvorschriften sind an sich nicht seine Aufgabe - so wenig wie bei Milch, Brötchen, Autos oder Bankgebühren. Wichtiger als unmittelbare Vorgaben ist, dass die Kartellwächter für reelle Netzdurchleitungsgebühren sorgen. Wenn nämlich die vier Großkonzerne, die den deutschen Energiemarkt weitgehend beherrschen, an den Schrauben drehen, können sich kleine Stadtwerke kaum wehren.

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