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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zu Merkel/Türkei

    Bielefeld (ots) - »Ergebnisoffen« ist eine dieser merkwürdigen Wortschöpfungen, die es aus der Politikersprache ins normale Deutsch geschafft hat. Der Begriff beschreibt zwar nur den Umstand, dass man vorher nicht weiß, was nachher herauskommt. Im Hinblick auf die Beitrittsverhandlungen, die die EU mit der Türkei führt, wird das Wörtchen aber zum politischen Schwergewicht. Es stellt nicht weniger fest, als dass der Verlauf der Verhandlungen mit der Türkei auch dazu führen kann, dass der Staat eben nicht Mitglied der EU wird. Deswegen ist es gut, dass Kanzlerin Merkel ihren Gastgebern am Bosporus nicht zu viele Hoffnungen macht: Ohne Gegenleistung gibt es nichts. Machen wir uns nichts vor: Die Türkei muss noch einen weiten Weg zurücklegen. Das wissen auch Merkels Kritiker in der Heimat, die der CDU-Chefin zu Unrecht vorwerfen, sie gebe der Türkei gar keine Chance. Unsinn ist auch der Vorwurf, ihr liege die Integration Türkischstämmiger in Deutschland nicht am Herzen. Dieses Versäumnis der vergangenen Jahrzehnte haben inzwischen alle Parteien erkannt. Nur gilt es auf dem Weg zu diesem Ziel, auch die Mitarbeit der Türken zu erreichen.

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