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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur OECD-Integrations-Studie

    Bielefeld (ots) - Kein Schulabschluss, keine Ausbildung, keine Integration: Diesen Dreiklang in Moll über die geringen Bildungs- und Berufschancen von Zuwanderern und ihren Kindern kennen wir zur Genüge. Abitur, Studium - und trotzdem geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen ohne ausländische Wurzeln: Diese Erkenntnis der neuen OECD-Studie überrascht. Gerade im öffentlichen Dienst, der doch von Staats wegen ein besonders ausgeprägtes Interesse an Integrationsförderung haben sollte, sind Migrantenkinder mit guter Schulausbildung nur selten anzutreffen. Die OECD zieht den nahe liegenden Schluss: Kinder mit ausländischen Wurzeln stehen unabhängig von ihrer tatsächlichen Befähigung unter dem Generalverdacht, schlechtere Leistungen zu erbringen. Thilo Sarrazin, der wegen seiner umstrittenen Äußerungen über Migranten degradierte Bundesbankdirektor, hat eben diesen Umstand bereits in seinem vielzitierten Interview beklagt: Man müsse aufhören von »den« Migranten zu reden. Integration zu fordern, ist die eine Sache. Sie zu fördern, eine andere. Keinesfalls aber darf sie behindert werden.

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