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Neue Westfälische (Bielefeld): Diskussion um Sonntagsgottesdienste¶ Auf Form und Inhalt kommt es an Lothar Schmalen

Bielefeld (ots) - Annette Kurschus, die theologische Leiterin der Westfälischen Kirche, hat recht, wenn sie feststellt, dass die heutige Lebenswirklichkeit mit dem Sonntagsgebot, einen Gottesdienst zu besuchen, immer weniger in Einklang zu bringen ist. Aber: Ist die Distanz vieler Menschen zu den religiösen Angeboten der Kirchen wirklich eine Frage der Uhrzeit dieses Angebotes? Wie ist dann zu erklären, dass auch viele katholische Kirchen immer leerer werden, obwohl hier die Gottesdienstzeiten längst flexibler als in vielen evangelischen Kirchengemeinden gehandhabt werden? Fraglich sind deshalb nicht nur die Uhrzeiten, zu denen die Gottesdienste angesetzt sind, sondern auch deren Form und Inhalt. Die Frage sollte deshalb eher lauten: Entsprechen Form und Inhalt der Gottesdienste heute noch der Lebenswirklichkeit der Menschen? Und hier geben manche lebendigen Jugendgottesdienste oder lebensnahe Familiengottesdienste in vielen evangelischen und katholischen Gemeinden eine Antwort: Sie sind häufig die am besten besuchtesten Gottesdienste. Der richtige Weg, wieder mehr Menschen in die Gotteshäuser zu holen, ist deshalb möglicherweise weniger in neuen Uhrzeiten zu sehen, sondern eher darin, für bestimmte Zielgruppen neue, vielleicht sogar unterschiedliche Formen und Inhalte zu finden. Das ist in Zeiten des Abbaus von evangelischen Pfarrstellen und des katholischen Priestermangels schwierig genug.

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