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Neue Westfälische (Bielefeld): SPD streitet über Umgang mit Pegida Ohne Dialog alexandra Jacobson, berlin¶

Bielefeld (ots) - Soll man einen Dialog mit den Anhängern von Pegida führen, ja oder nein? Diese Frage beschäftigt die Republik. Besonders schwer tut sich die SPD damit, weil hier Parteichef und Generalsekretärin auf zwei verschiedenen Wellenlängen funken. Da stellt sich die Frage, ob die Spitze der Sozialdemokratie nicht vorrangig einen ganz anderen Dialog viel dringender brauchte. Den zwischen Sigmar Gabriel und Yasmin Fahimi zum Beispiel. Ganz unabhängig von den Inhalten macht es eine Partei nicht attraktiver, wenn sich der Chef und die Generalsekretärin, man könnte auch sagen die Nummer eins und die Nummer zwei, so deutlich widersprechen. Freitagabend sitzt Gabriel bei den Pegida-Anhängern in Dresden, angeblich nur als Privatmann, aber diese feine Unterscheidung wird dem TV-Zuschauer entgangen sein. Zu sehen war auf allen Kanälen ein Sigmar Gabriel, der mit Leuten diskutierte. Er ist und bleibt SPD-Chef, auch wenn er mal keine Krawatte trägt. Noch am Samstag aber tat Fahimi in einem Zeitungsinterview kund, dass es ein völlig falsches Zeichen sei, mit Organisatoren und Mitläufern von Pegida zu reden. Ja, was gilt denn nun? Für beide Meinungen gibt es Argumente. Doch die SPD-Spitze macht den Eindruck, als werde über wichtige Dinge gar nicht kommuniziert. Jeder scheint sein eigenes Ding durchzuziehen. Wo bleibt der Zusammenhalt?

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