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Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Suche nach einem neuen Bundespräsidenten

Rostock (ots) - Er - oder sie - sollte auch jemand sein, der die Hysterie und Hektik des politischen Alltagsgeschäfts analytisch für die Nation fassbar machen kann. Der/die Neue hätte auch eine Art Moderator zu sein in den notwendigen Debatten über die Umwälzungen, die mit all den politischen, wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen den Zusammenhalt auch dieser Gesellschaft erschüttern. Man kann also sagen: Noch nie war ein herausragendes Staatsoberhaupt so wichtig wie in diesen wirren Zeiten.

Es müsste daher bedenklich stimmen, wenn angesichts der Lage schon wieder allein parteipolitische Taktierereien losgehen. Es wäre hingegen begrüßenswert, wenn die Bundeskanzlerin der schwarz-gelben Koalition in Berlin mit ihrer Präsidialmehrheit auch die Opposition oder jedenfalls größere Teile von ihr ins Boot holen will.

Fehlt nur noch ein Kandidat, auf den sich (fast) alle verständigen könnten. Bei der Suche danach fällt auf, wie dünn das in Frage kommende Spitzenpersonal inzwischen gesät ist, das die Politik gut kennt, aber intellektuell und unabhängig genug ist, um gelegentlich unbequeme Diskussionen anzustoßen. Aber es gibt sie: Klaus Töpfer etwa wäre so einer, ob eine Ursula von der Leyen die nötige Distanz schon haben kann, würde man sehen, falls sie wirklich auserkoren wird.

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