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phoenix-Erstausstrahlung mit Preview: Poker um die deutsche Einheit - Wurde Russland in der NATO-Frage getäuscht? - Di, 14.07.2015, 21.00 Uhr

Bonn (ots) - Vom Kaukasus-Besuch von Helmut Kohl bei Michail Gorbatschow am 15. und 16. Juli 1990 gingen berühmte Bilder um die Welt: Sie zeigen die beiden Staatsführer auf einem Spaziergang entlang eines Wildbachs und lachend bei einer Rast auf Baumstümpfen sitzend. Doch am entscheidenden Schauplatz, an dem Geschichte geschrieben wurde, mussten Journalisten draußen bleiben: Gorbatschows Staats-Datscha, in die zuvor noch nie ein westlicher Staatschef geladen wurde. Am späten Sonntagabend des 15. Juli 1990 setzen sich in dieser Datscha der Sowjet-Chef und der deutsche Kanzler zu einem Vieraugengespräch zusammen, das bis nach Mitternacht dauerte. Auch die für ein vereintes Deutschland hochsensible Bündnisfrage wurde dabei besprochen. Die Dokumentation gewährt erstmals Blicke in das Innere dieses geschichtsträchtigen Orts im Kaukasus.

Zu Wort kommen entscheidende Verhandlungspartner und maßgebliche Zeitzeugen aus Ost und West, darunter Michail Gorbatschow, Valentin Falin, damals 1990 Sekretär des ZK der KPdSU und Gorbatschow-Berater sowie James Baker, 1990 US-Außenminister und Gerd Ruge, damals Leiter des ARD-Studios Moskau. Die Spurensuche an den historischen Orten der Einheitsverhandlungen von 1990 wird angereichert durch exklusives, bislang nicht gesendetes Filmmaterial des Kohl-Besuchs im Kaukasus. Der Film widerlegt politische Mythen rund um die brisante Streitfrage, ob der Westen bei den Verhandlungen zur deutschen Einheit der damaligen Sowjetunion Versprechen zur Streitfrage der NATO-Osterweiterung gab, die später gebrochen wurden. Auch zeigt der Film auf, dass vor 25 Jahren zwischen den ehemaligen Blockgegnern eine politische Aufbruchsstimmung zu einem "blockfreien" Denken" herrschte - eine verpasste historische Chance, deren Spätfolgen wir in der aktuellen Krise zu spüren bekommen.

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