PHOENIX

Phoenix-Programmhinweis: Sonntag, 6. Mai 2001

    Bonn (ots) -
    
    13.45 Uhr Rendezvous im Paradies
    Entdeckungen im Nebeltal
    
    Die Krakower Seelandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist genau das
Richtige für denjenigen, der nicht "den Duft der großen weiten Welt"
sucht. Vielmehr findet er das, was andernorts längst verloren
gegangen ist: Zusammenhängende Wälder, Seen mit kristallklarem
Wasser, Biotope, Naturschutzgebiete, weite Wiesen und jede Menge
Wanderwege. Keine Betten- und Betonburgen, keine überfüllten Strände,
kein Massentourismus - eben "paradiesische Zustände". Und die
erkannte auch der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter, als er um 1850
"De Urgeschicht von Meckelbörg" schrieb und das Paradies genau in
Krakow und Serrahn ansiedelte.
    
    Film von Elke Bendin (1997)
    
    
    17.40 Uhr Paradiesisches Périgord
    
    Das Périgord gehört zu Aquitanien, dem südwestlichen Teil
Frankreichs, und umfasst heute das Département Dordogne mit seiner
Hauptstadt Périgeux. Nicht nur für den amerikanischen Schriftsteller
Henry Miller kam diese stille ländliche Region dem "Paradies" gleich:
Die sanften Hügel- und Flusslandschaften des Périgord beeindrucken
auch heute noch durch ihren überbordenden Reichtum an Natur- und
Kulturschätzen. Für den Reisenden bleibt die Qual der Wahl zwischen
mehr als 1.000 Schlössern, den befestigten Dörfern oder Bastiden aus
dem Mittelalter, etwa 200 Höhlen und Grotten, die zur Wiege der
Menschheit gehören, und natürlich den zahllosen kulinarischen
Köstlichkeiten. Wie wär's mit getrüffelter "Foie Gras" und einem Glas
natursüßen "Monbazillac" dazu? Das Périgord ist nicht zuletzt ein
Schlemmerparadies! Stationen der Reisereportage sind u.a. Bergerac
und Périgeux.
    
    Film von Christina Merziger (2000)
    
    
    Schauplatz Europa
    18.45 Uhr Susanna, Krassi und die Namenlosen
    Behinderte Kinder in Bulgarien
    
    95 behinderte Kinder werden in Vidrare, unweit der Hauptstadt
Sofia, versorgt und gepflegt. Das Kinderheim wird überwiegend durch
ausländische Hilfe finanziert. Es ist vor allem dem Engagement der
Heimleiterin Nena Krasteva zu verdanken, dass hier ein so guter und
offener Geist herrscht. Wer nicht behindert geboren wurde, wurde
behindert gemacht. Die Versäumnisse der Vergangenheit sollen in
Vidrare aufgearbeitet werden.
    
    Aber immer noch erleiden Kinder in bulgarischen Heimen viele
schwere körperliche, geistige und seelische Schäden. Noch immer
vegetieren Kinder unter unvorstellbaren Bedingungen dahin - schlecht
ernährt, medizinisch unterversorgt, bei mangelnder Hygiene und oft in
ungeheizten Räumen werden sie von ungeschultem, unterbezahltem und
wenig motiviertem Personal am Leben erhalten.
    
    Der Kampf ums Überleben in Bulgarien ist hart. 700.000 der acht
Millionen Einwohner sind arbeitslos. Für behinderte Kinder bleibt da
wenig übrig.
    
    Film von Beate Blaha (2000)
    
    
    Mitten in Europa
    19.15 Uhr Ibiza
    Die weiße Insel
    
    Eine Insel kämpft gegen ihr Image: Discos und Schaumpartys,
Hippies und Happenings - das ist das Bild, das die Medien von Ibiza
vermitteln. Dabei kann die Balearen-Insel auf eine 3000-jährige
Geschichte zurückblicken und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe
der Menschheit erklärt. Die Phönizier sind die geschichtlichen
Urahnen der Ibizenkos. Sie gründeten in Nordafrika Karthago und kamen
654 vor Christus auf die Insel. Die Karthager machten aus Ibiza ein
Handelsimperium. Mit den Arabern begann die zweite große Epoche für
die Insel - von 711 bis ins 13. Jahrhundert. Die dritte ist der
Massentourismus, der in den 70-er Jahren einsetzte und das aktuelle
Bild der Insel prägt.
    
    Der Film zeigt die historischen Zeugnisse aus der Vergangenheit.
Ein Schwerpunkt ist die bäuerliche Finca-Architektur, größter Beitrag
der Insel zur mediterranen Kultur. Die in Kalk getünchten
Bauernhäuser gaben Ibiza den Namen "isla blanca" - weiße Insel.
    
    Film von Rudolf Werner (2000)
    
    
    Geheimnisse der Welt
    20.15 Uhr Wasserwege in der Wildnis
    Zwischen Ontario-See und Huron-See in Kanada
    
    Die Great Lakes, die fünf nordamerikanischen Großen Seen, sind
gewaltige Inlandmeere. Dagegen wirkt die 386 Kilometer lange
Verbindung zwischen dem Ontario-See und der Georgian Bay des
Huron-Sees verhältnismäßig unscheinbar.  Aber: dieser
Trent-Severn-Waterway ist nicht nur Menschenwerk - ein Kanal mit
vielen Schleusen und anderen bemerkenswerten Konstruktionen - er
führt durch unberührte Natur, durch ein verzweigtes System von
Flüssen und kleineren Seen - weitläufig, verschlungen und
geheimnisvoll.
    
    Seit mindestens 1000 Jahren war dort das Boot wichtigstes
Verkehrsmittel, zuerst für die Indianer, dann auch für die Eroberer,
Missionare, Einwanderer. Damals war allerdings im Boot oft kein
Weiterkommen. Das Kanu musste getragen und Wasserfälle mühsam
umgangen werden. Auf dem 1833  für Handel und Industrie gebautem
Kanal fahren längst keine Frachtboote mehr. Er ist aber nun Teil von
Kanadas beliebtester Ferien-Wasserstraße, wohl nicht zuletzt wegen
der reizvollen Kontraste. Neben den höchsten hydraulischen
Schiffshebewerken der Welt stößt man auf geheimnisvolle Flussarme,
Weiher, Moore und Wälder mit seltenen Pflanzen und scheuen Tieren.
    
    Film von Karl Schüttler (2000)
    
    
    PHOENIX Highlights
    
    21.00 Uhr Gerd Ruge unterwegs: Rund um den Balkan
    3. Teil:  Kirchweih auf der Alm, Wildwestmarkt im Niemandsland und
die Grenze, die durch die Küche geht
    
    Im Mittelpunkt der im Sommer 2000 unternommenen Reise des
renommierten Journalisten standen nicht die jüngsten militärischen
und politischen Konflikte auf dem Balkan. Vielmehr hat Gerd Ruge im
Gespräch mit Bauern, Arbeitern, Lehrern und Journalisten in Dörfern
und Städten beobachtet, wie sich die Balkan-Völker mit ihrer
schwierigen Geschichte auf die Veränderungen einstellen, die die neue
Nähe zu Westeuropa mit sich bringt.
    
    Eine Botschaft habe Ruge für seine Reise durchs Land zur
Sicherheit eine eigene Polizeieskorte angeboten. Dies habe er jedoch
dankend abgelehnt, weil es ihm in den Filmen darum gehe, "die
Menschen so zu zeigen, wie sie sind".
    
    
    Schauplatz Deutschland
    
    21.45 Uhr Frauen in der Polizei
    Der Berufsalltag von Polizistinnen ist Thema dieses Films von
Rainer Schumann. Die Ausbildung, der Dienst im Revier, das Studium an
der Hochschule, der Umgang mit Bürgern und Kollegen wird vor dem
Hintergrund der schweren Vorwürfe und Vergehen gezeigt, die die
Staatsanwaltschaften seit Monaten beschäftigen: Gibt es Fälle von
Mobbing und sexuellen Übergriffen in der Polizei?  Zu Wort kommen
junge Berufsanfängerinnen und erfahrene Polizistinnen.
    Film von Rainer Schumann (2000)
    
    
ots Originaltext: Phoenix
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