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Mittwoch, 31. Mai 2000

Köln (ots) - 19.45 Uhr Jesus auf der Reeperbahn Zum 94. Katholikentag Vom 31. Mai bis zum 4. Juli findet der 94. Katholikentag in Hamburg statt. Hamburg - das kann bedeuten: einerseits gewaltiger Reichtum (in keiner anderen europäischen Metropole leben so viele Millionäre) und andererseits erschreckendes Elend (Drogenwahnsinn und Kinderstrich). Die Fixerbestecke liegen auch vor der Domkirche St. Marien - dem Sitz des katholischen Erzbischofs - im Problemstadtteil St. Georg. Hamburg - das ist die Stadt der "großen Kultur" und die Stadt des "billigen Vergnügens". Seit knapp einem Jahr ist Winfried Glöckner der katholische Pastor von St. Pauli. Wenn er am Sonntagmorgen nach der Messe die Gläubigen mit Handschlag vor seiner Kirche verabschiedet, schickt er sie ins Zentrum der Hamburger Rotlichtmeile. Seine Pfarrei hat die Adresse "Große Freiheit 43". Der Pfarrer ist für 7000 Katholiken zuständig. Und es ist wie sonst auch: viele Termine, Sitzungen, Verwaltungsaufgaben... Eine katholische Schule, ein Altenheim gehören auch in seinen Zuständigkeitsbereich. Er bedauert, dass immer weniger kommen und die Wenigen immer älter würden. Viel Zeit nimmt er sich für die, die z.B. eine Taufe oder eine Hochzeit wünschen. Und es seien nicht wenige, die ganz bewusst hier auf St. Pauli - auf der Großen Freiheit - eine kirchliche Hochzeit feiern. Oft dauern die Vorbereitungsgespräche Monate. Der Pastor von St. Pauli fordert: Christen sollten das Salz der Erde sein. Diese Worte hören sich nach 2000 Jahren noch gut an. Aber hat der Pfarrer nicht manchmal ein bisschen Angst, dass sie im Lärm der Reeperbahn nicht mehr gehört werden? Dokumentation von Jürgen Grahn und Gerhard Müller 20.15 Uhr Deutschland, deine Katholiken Film von Tilman Jens Der erste Katholikentag im neuen Jahrtausend findet in Hamburg, nicht gerade bekannt als katholische Hochburg, statt. Heimliches Motto: Flagge zeigen in der Diaspora, an der Waterkant! Wenige Tage vor Beginn des 94. Deutschen Katholikentages versucht die Fernsehreportage eine Standortbestimmung: Was bedeutet katholisch sein am Anfang des neuen Jahrtausends? Momentaufnahmen von deutschen Pilgern in Rom und an der dortigen Kaderschmiede des deutschen Priesternachwuchses, dem "Germanicum Ungaricum". Zudem Beobachtungen in 4 deutschen Städten, in denen Themen und Konflikte beispielhaft erscheinen. Köln, die Hochburg des Katholizismus. Paderborn, das Bistum, in dem die ganze Spannbreite von Gehorsam und Aufbegehren sichtbar wird. Hier hat Johannes Joachim Degenhardt als erster Bischof den Ausstieg aus der Schwangeren Konfliktberatung verfügt. Hier aber wirkt auch einer der schärfsten Kritiker kirchlicher Machtstrukturen, Eugen Drewermann. Ganz andere Spannungsfelder zeigen sich in Rostock. Gerade in der Diaspora verzeichnet die katholische Kirche enormen Zulauf: als karitative Anlaufstation in einem Klima von Armut und sozialer Kälte. Im bayerischen Wallfahrtsort Altötting eröffnet sich schließlich eine katholische Welt, die kaum Konflikte zu kennen scheint. 21.00 Uhr Schwerpunkt live aus Hamburg Die katholische Kirche: Zwischen Tradition und Moderne? Zum Start des 94. Katholikentags in Hamburg wird im PHOENIX-Schwerpunkt über die katholische Kirche diskutiert. Die Erwartungen an das Treffen der Katholiken sind hoch. Themen wie das Zusammenwachsen mit der evangelischen Kirche in der Ökumene, der Zentralismus der römisch-katholischen Kirche, die Schwangerenberatung, die Gleichstellung der Frau, das Zölibat und das Problem der Laienprediger brennen auf den Nägeln. Wie wird die katholische Kirche zu diesen Themen künftig Stellung beziehen? Schafft Sie den Anschluss an die Moderne? Muss sie den Anschluss überhaupt schaffen? Oder verlangt der Werteverfall, die Unübersichtlichkeit der Welt, nach einer Moral, die für viele unmodern erscheint? Wie kann die Kirche die Brücke schlagen zu jungen Menschen, deren Erziehung mehr auf sportliche und musische Fähigkeiten, denn auf religiöse Erziehung ausgerichtet ist? Walter Janson diskutiert mit Magdalene Bußmann, KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche", Bischof Karl Lehmann und Hans Joachim Meyer, Päsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Interessierte Zuschauer können sich unter Telefon 01802-8217 oder Fax 01802-8213 an der Diskussion beteiligen. Rückfragen: PHOENIX Kommunikation Telefon 0221-220-8477 Fax 0221-220-8089 Seite 1/2 Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell

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