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3sat: Recht brisant
Donnerstag, 20. Dezember 2001, 22.25 Uhr

Mainz (ots) - "Schwarzgeld-Fahnder" Gerade jetzt, kurz vor der Währungsumstellung, versuchen noch zahlreiche Bundesbürger ihre nicht versteuerten Gelder in Sicherheit zu bringen, Schwarzgeld zu waschen. Diese Leute zieht es deshalb zu den "diskreten" Banken in der Schweiz oder in Liechtenstein. Aber nicht immer lohnt sich der Weg dorthin, denn an Deutschlands Grenzen wird in diesen Tagen scharf kontrolliert: Wer 30.000 Mark oder mehr dabei hat, muss dies den Zollbeamten angeben. Ansonsten drohen Anzeige, Bußgeld und ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung. "Lebenslang hinter Gittern" Der Mörder der kleinen Alexandra wurde Anfang Dezember zu lebenslanger Haft verurteilt, der höchsten Strafe im deutschen Recht. Doch wie häufig nach solchen Urteilen hieß es: "Der kommt ja doch nach ein paar Jahren wieder raus." Tatsächlich hat auch ein "Lebenslanger" das Recht auf eine Perspektive in Freiheit - für viele Hinterbliebene und Opfer eine unerträgliche Vorstellung. Doch nicht jeder bekommt eine zweite Chance. Wer entscheidet, ob es ein Leben nach der Haft gibt? "Recht brisant" wirft einen Blick hinter die Mauern einer Justizvollzugsanstalt. "Das Schicksal des Harry W." Harry Wörz wurde 1998 in einem reinen Indizienprozess wegen versuchten Totschlags an seiner Ex-Frau zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt. Ein Fehlurteil? Wörz hat die Tat stets abgestritten, jedoch hat er für die Tatzeit kein Alibi. Inzwischen ist klar: Der Polizei sind Fehler unterlaufen. Jetzt wurde die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet. Bis zu dem neuen Prozess ist Harry Wörz auf freiem Fuß. Moderation: Bernd-Ulrich Haagen ots Originaltext: 3sat Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat Bernd Engelhart (06131-70-6332) Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

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