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3sat Programmhinweis
Ruge.neunzehnZehn
Sonntag, 11. März 2001, 19.10 Uhr: "Geteilte Lasten - gleiche Chancen: Frauenfragen jetzt auch Männersache?"

    Mainz (ots) -
    
    Gäste: Dr. Christine Bergmann, Bundesfrauenministerin, SPD
    
    Edith Haller, Familien- und Frauensprecherin FPÖ
    
    Prof. Dr. Reinhard Kreissl, Soziologe, Feuilletonist und Buchautor
    
    Barbara Prammer, Bundesfrauenvorsitzende SPÖ
    
    Gastgeber: Gerd Ruge
    
    "Mehr Spielraum für Väter" - ist das Motto einer Kampagne, die das
Bundesfrauen-ministerium am Dienstag dieser Woche startete. Mit ihr
will  Bundesfrauenministerin Christine Bergmann auf die neue
Gesetzeslage hinweisen: Seit 1.1.2001 können Väter und Mütter ihre
Kinder in den ersten drei Jahren gemeinsam betreuen. In dieser Zeit
haben sie einen Anspruch auf Teilzeitarbeit von bis zu 30
Wochenstunden in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten.
    
    Eine familienpolitische, aber auch eine frauenpolitische Maßnahme,
war doch bisher die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fast
ausschließlich Frauensache - nur 2% der Väter gehen bisher in
Erziehungsurlaub, der nun "Elternzeit" heißt. Was können diese und
andere Maßnahmen der rot-grünen Regierung - wie beispielsweise das
Gleichstellungsgesetz für den öffentlichen Dienst (noch in
Vorbereitung) (wirklich dazu beitragen, dass Männer und Frauen Lasten
und Chancen in Familie und Beruf besser teilen? Und wollen sie es
überhaupt? Bisher zeigt die Erfahrung, dass Männer, die Väter werden,
eher mehr arbeiten, denn weniger. Die Bundesfrauenministerin will ein
neues Interesse an Familie unter jüngeren Vätern erkannt haben.
Werden sie also tatsächlich die neuen Angebote nutzen? Werden
Arbeitgeber dies goutieren? Wenn Papi Partner wird daheim, müssen
weniger Frauen aus dem Beruf. Doch damit ist noch kein einziger neuer
Frauenarbeitsplatz geschaffen, der in Ostdeutschland besonders
dringend fehlt.
    
    Auf ganz anderen Wegen ist die österreichische Frauenpolitik, die
nun ein Mann, Herbert Haupt, betreibt. Gelder für
Frauenorganisationen wurden gestrichen, dafür aber ein Referat für
Männerfragen eingerichtet. Sind jetzt die Männer dran? Arg gebeutelt
von 30 Jahren Frauenbewegung selbst emanzipationsbedürftig? Die
jüngste Kontroverse um das Kindergeld - das österreichische Pendant
zur Elternzeit - ist auch eine Debatte um das Frauen- und
Familienbild der neuen Regierung.
    
    
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