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Evolution statt Revolution: Im Internet gewinnt der Autohandel an Bedeutung
Zahl der Online-Käufer steigt weltweit an: Wer über seinen Schatten springt ist hoch zufrieden

München/Bad Homburg (ots)

Die Beliebtheit des Internets in
Deutschland ist ungebrochen: Während 1999 lediglich 29 Prozent
Internetnutzer waren, so wuchs die Anzahl im Jahr 2000 auf 45 Prozent
an. Eine Steigerung um 36 Prozent. Zwar sind Online-Autokäufer noch
eine Minderheit (0,7 Prozent), doch diejenigen, die es probiert
haben, sind zu 93 Prozent mit ihrem Kauf per Maus-Klick zufrieden
oder sogar sehr zufrieden (1999: 81 Prozent). Trotzdem wird die
Automobilindustrie in Zukunft nicht nur aus 'dot.coms' bestehen -
Händler werden auch weiterhin eine bedeutende Rolle insbesondere beim
Verkauf spielen. So die wichtigsten Schlussfolgerungen der zweiten
von Cap Gemini Ernst & Young initiierten 'Cars Online'-Studie, an der
weltweit über 7.000 Verbraucher in Belgien, Deutschland, Frankreich,
Großbritannien, Holland, Italien, Schweden, und den Vereinigten
Staaten teilnahmen.
Tatsächlich hat sich die Popularität der Händler unter den
Verbrauchern verbessert. Bei der im letzten Jahr von Cap Gemini Ernst
& Young durchgeführten Umfrage ergaben sich Zufriedenheitswerte von
über 70 Prozent. Die diesjährige Befragung stellt fest, dass in
Großbritannien und den USA 94 Prozent der Kunden zufrieden sind mit
den Leistungen der Vertragshändler. Unabhängige Händler sind bei
Verbrauchern ebenso beliebt und erreichen einen Zufriedenheitswert
von 93 Prozent in Deutschland, 92 Prozent in den USA und 90 Prozent
bei den Briten.
"Die Zunahme der Händlerbeliebtheit ist ein Ergebnis des in den
letzten Jahren optimierten Kundenbeziehungsmanagements der Händler
zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Marktneulingen,
insbesondere den Internet-Auto-Sites," kommentiert Dr. Michael
Schulte, Leiter des Geschäftsbereichs Automobil und Manufacturing bei
Cap Gemini Ernst & Young in Zentraleuropa.
"Autohändler und Hersteller können sich nicht auf ihren Lorbeeren
ausruhen", sagt Vice President Dr. Klaus Kaplaner von Cap Gemini
Ernst & Young anlässlich der Vorstellung der Studie. "Obwohl die
neuen Kanäle das traditionelle Händlernetz nicht ersetzen können,
werden sie einerseits den Markt vor neue Herausforderungen stellen
und andererseits vom Verbraucher immer mehr akzeptiert. Der Mehrwert
der Leistungen der Händler muss für den Verbraucher klar erkennbar
sein."
Insgesamt hat sich die Zufriedenheit beim Kauf eines Fahrzeuges
via Internet und den zugehörigen Produkten seit dem letzten Jahr
erheblich erhöht und bereits weltweit die Marke von 70 Prozent
überschritten. In Großbritannien und den USA erfreuen sich 92 Prozent
der Verbraucher an ihren Einkäufen, von denen zwei Drittel "sehr
zufrieden" sind. In Frankreich waren 91 Prozent glücklich über diesen
neuen Bezugsweg, doch nur ein Drittel "sehr zufrieden". Bezogen auf
die Zufriedenheit im letzten Jahr können sich die Steigerungen sehen
lassen: In Frankreich stieg sie um 153 Prozent, in Großbritannien um
113, in Deutschland um 73 und in Schweden um 31 Prozent.
Zurückzuführen sind diese Ergebnisse auch auf die verstärkte
Internetnutzung seit der 99er-Befragung: beispielsweise gibt es auf
den britischen Inseln in diesem Jahr 121 Prozent mehr
"World-Wide-Web"-Anwender. In Frankreich stieg die Anzahl der Nutzer
um 125 Prozent - von einem sehr niedrigen Level von 12 Prozent auf 27
Prozent. Es ist wenig überraschend, dass die Länder mit der höchsten
Internet-Penetration wieder einmal die Schweden (70 Prozent) sind,
gefolgt von den USA (66 Prozent) und den Niederlanden (66 Prozent).
Von den verbleibenden Märkten verzeichnet Großbritannien die höchsten
Nutzungswerte (51 Prozent), vor Deutschland (45 Prozent), Italien (40
Prozent) und Frankreich, das mit 27 Prozent das Schlusslicht bildet.
Länderübergreifend haben sich die Automobilseiten im Netz bereits
zu einem der beliebtesten Surfsektoren entwickelt - nur Computer
Soft- und Hardware, Finanzdienstleistungen, Haushaltselektronik,
Bekleidung und Geschenke liegen noch weiter vorn. Trotzdem nutzen
Verbraucher das Internet eher zur Informationssammlung als zum
Kaufen. Die Suche nach dem günstigsten Preis war dabei die
Hauptmotivation zum Surfen in Automobil-Sites. Die Mehrheit der
Autonutzer in Frankreich (73 Prozent), Großbritannien (71 Prozent),
den USA (65 Prozent) und Deutschland (54 Prozent) wird in den
nächsten zwölf Monaten das Internet nutzen, um Informationen über
Produkte und Dienstleistungen zu sammeln.
"Internet-Sites zum Thema Auto entwickeln sich mehr und mehr zu
einer zusätzlichen und langfristig profitablen neuen Dienstleistung
sowohl für Händler als auch für  Verbraucher", so Kaplaner, "Projekte
dieser Art sollten daher eine hohe Priorität für Automobilhersteller
haben, um Wettbewerbsvorteile aufzubauen."
Die Hauptgründe, die gegen den Onlinekauf sprechen, sind der
Wunsch nach persönlicher Beratung, das fehlende Einkaufserlebnis und
das Bedürfnis, das Auto zunächst mit eigenen Augen sehen und
gegebenenfalls auch probefahren zu wollen. Im Gegensatz zu den
Europäern spielt in den USA die Sicherheit des Zahlungsverkehrs keine
wesentliche Rolle und schreckt nur 57 Prozent der Verbraucher vom
Kauf ab.
Die Anzahl der Autokäufer, die bereit sind, online zu ordern,
variiert stark von Land zu Land - mit hohem Steigerungspotenzial: In
Großbritannien erwartet man einen großen Sprung von derzeit 0,1 auf
acht Prozent in Zukunft. In Deutschland werden voraussichtlich vier
Prozent der Verbraucher die Fahrzeuge über das Internet kaufen -
derzeit sind es 0,7 Prozent - und in Frankreich wird die Zahl
voraussichtlich von 0,1 auf zwei Prozent steigen. Spitzenreiter sind
- wie auch im letzten Jahr - die Amerikaner: bereits 1,6 Prozent
kaufen 'online' und fünf Prozent werden es zukünftig tun. Auch
Italiener zeigen sich experimentierfreudig - hier werden demnächst
acht Prozent (jetzt noch: 1,3) den Kauf per Tastendruck am PC
durchführen.
Sozioökonomische Faktoren und insbesondere der favorisierte
Autotyp beeinflussen die Nutzung des Internets. Sportwagenfahrer
gehören zu den begeistertsten Internetsurfern (78 Prozent), gefolgt
von den Besitzern luxuriöser Autos (69 Prozent). Dieses Phänomen geht
einher mit der Ausbildungs- und Einkommensstruktur der Verbraucher,
wobei sich abzeichnet, dass zukünftig insbesondere mittlere
Einkommensgruppen die Zielgruppe im Internet sein werden.
"Es ist falsch, im Internet einen Ersatz für den traditionellen
Vertrieb zu sehen," so Michael Schulte. "Es sollte vielmehr als
integraler Bestandteil des Kaufprozesses betrachtet werden.
Verbraucher werden das Internet nutzen, um den Einkaufsprozess für
sich effizienter zu gestalten, doch es wird nicht das 'Touch and
Feel' der Einkaufserfahrung der Menschen aufheben. Das Herz des
Kunden werden die Automobilfirmen gewinnen, die das Internet nutzen,
um ihren Kunden einen noch besseren Service und innovative Angebote
zu bieten."
Eine Executive Summary und Graphiken zur Befragung können bei Cap
Gemini Ernst & Young angefordert werden (E-Mail: 
Karin.Stephan@gemcon.com).
Cap Gemini Ernst & Young ist weltweit das drittgrößte Unternehmen
für Management- und IT-Beratung und steht in Europa auf Platz Eins.
Das Unternehmen bietet Management- und IT-Beratung, Systemintegration
und Technologieentwicklung, Organisationsdesign und Outsourcing auf
globaler Ebene, um traditionelle ebenso wie Start-up- und
Internet-Unternehmen bei der Identifikation und Umsetzung von
Wachstumsstrategien in der New Economy zu unterstützen. Die neu
geformte Organisation beschäftigt weltweit über 57.000 Mitarbeiter
und hatte 1999 einen Umsatz von 7,7 Mrd. Euro. Mehr Informationen zu
Cap Gemini Ernst & Young, die Dienstleistungen und Büros finden Sie
unter www.de.cgey.com.
Für Rückfragen:
Cap Gemini Ernst & Young
Schaberweg 28 a 
D-61348  Bad Homburg 
Pressesprecher: 
Thomas Becker
Tel.:   06172/947-309
Fax:    06172/947-550
E-Mail:  Thomas.Becker@gemcon.com

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