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NABU unterstützt Naturschutznovelle

    Bonn (ots) - Anlässlich der ersten Lesung zur Novelle des
Bundesnaturschutzgesetzes hat der Naturschutzbund NABU seine
Unterstützung für die Reform bekräftigt. "Der vorliegende Entwurf
findet in zentralen Bereichen wie etwa der Forst- und Landwirtschaft
unsere grundsätzliche Zustimmung", sagte NABU-Präsident Jochen
Flasbarth. Jetzt sei es allerdings Sache des Parlaments, die noch
vorhandenen Schwachstellen des Gesetzesentwurfs nachzubessern.
    
    So müsse der angestrebte Biotopverbund auf 10 % der Landesfläche
auch halten können was er verspreche. "Die vorgesehenen Kriterien für
die Auswahl der Verbundflächen sind viel zu beliebig", so Flasbarth.
Es bestehe die Gefahr, dass die Bundesländer das 10%-Ziel erfüllen
ohne die wirklich wichtigen Biotope einzubeziehen. Auch könne es
nicht angehen, dass Eingriffe in Natur und Landschaft in Zukunft noch
leichter zu genehmigen sein sollten. "Die Zulässigkeitsprüfung für
Eingriffe sollte mindestens auf dem bisherigen Niveau gehalten
werden", betonte Flasbarth.
    
    Ganz und gar unverständlich sei aus Sicht des NABU der vehemente
Widerstand des Deutschen Bauernverbandes gegen das Gesetz. "Die
aktuelle Agrar-Krise hat gezeigt, dass die deutschen Bauern nur dann
eine Zukunft haben, wenn sie das Vertrauen der Verbraucher durch
tiefgreifende Reformen wieder zurück gewinnen", so der
NABU-Präsident. Der Entwurf des Naturschutzgesetzes biete durch die
Definition der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft, durch
Vertragsnaturschutzes und die bundesweite Pflicht zur Einführung von
Ausgleichszahlungen einen guten Ansatz hierfür.
    
    
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