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IFAW, BUND und NABU fordern Hamburger Senat und EADS zum Rückzug auf

Hamburg (ots) - Der Internationale Tierschutz-Fonds (International Fund for Animal Welfare IFAW) sowie die Bundesverbände des BUND und des NABU geben heute die Gründung einer internationalen Allianz zum Schutz des Mühlenberger Lochs bekannt. Entsprechend der nationalen und internationalen Bedeutung des Mühlenberger Loches als wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen werden die Umweltverbände ab sofort die drohende Zerstörung der Elbbucht durch die Airbus-Werkserweiterung in Hamburg-Finkenwerder (ehemals Dasa, jetzt EADS) weltweit auf die Tagesordnung heben. IFAW, BUND und NABU werden alle juristischen Mittel ausschöpfen, um die Mühlenberger Elbbucht vor der Zerstörung zu bewahren. Außerdem starten die Verbände eine internationale, öffentlichkeitswirksame Kampagne. Die Verbände gehen davon aus, dass mit den geplanten Maßnahmen die Rettung des Mühlenberger Lochs in letzter Minute gelingen wird. Dr. Markus Risch, Direktor von IFAW Deutschland: "Die Missachtung internationaler Schutzbestimmungen setzt einen globalen Präzedenzfall. Wir wollen erreichen, dass sich Airbus dieser Verantwortung stellt und auf die Verfüllung des Mühlenberger Lochs verzichtet." Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND ergänzt: "Die Landesverbände des NABU und des BUND haben das irrsinnige Vorhaben seit mehr als zwei Jahren begleitet und werden ihre gesamte Sachkompetenz in die Kampagne einbringen. Wir wollen der Öffentlichkeit über Hamburgs Grenzen hinaus deutlich machen, wie ein Global Player mit Hilfe einer Landesbehörde sogar internationale Konventionen mit Füßen tritt." Jochen Flasbarth, Präsident des NABU-Bundesverbandes zeigt sich zuversichtlich, dass mit dieser geballten Kraft das Mühlenberger Loch gerettet werden kann: "Unser Vertrauen in die Einsichtsfähigkeit von EADS und Hamburger Wirtschaftsbehörde war wohl zu groß. Jetzt bekommen beide den Druck, nach dem sie so konsequent gebettelt haben." IFAW, BUND und NABU fordern den Hamburger Senat und die EADS auf, jetzt einen Rückzug mit Anstand anzutreten, solange das noch möglich ist. Dem ökologisch und ökonomisch unsinnigen Projekt in Hamburg müsse sofort ein Ende gesetzt werden. Die EADS und der Hamburger Senat sollten auf die Zuschüttung der Elbbucht verzichten, so die internationale Allianz. ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: Dr. Markus Risch (IFAW Deutschland), Tel.: 040 / 86 65 00 29 Manfred Braasch (BUND Hamburg), Tel.: 040 / 60 03 87 11 Dr. Uwe Westphal (NABU Hamburg), Tel.: 040 / 69 70 89 - 14 Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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