Bundesverband Presse-Grosso e.V.

Presse-Grosso senkt Vertriebspreise für Zeitschriften und investiert in Vertriebsmarketing

Köln (ots) - Der Pressegroßhandel optimiert nachhaltig das Preis-/ Leistungsverhältnis für den Vertrieb von Publikumszeitschriften und Special-Interest-Magazinen. Ab März 2009 gilt ein neuer Konditionen- und Leistungsrahmen mit deutlich niedrigeren Vertriebspreisen und zusätzlicher Power für das Vertriebsmarketing. Der Pressegroßhandel unterstützt die Zeitschriftenverlage bei der Reduzierung ihrer Vertriebskosten mit einem jährlichen Anteil im deutlich zweistelligen Millionen-Bereich.

Das neue Konditionenangebot des Presse-Grosso beinhaltet marktorientierte und werthaltige Module:

   - Erweiterung des Leistungskatalogs,
   - Unterstützung von Neutiteln mit gattungsübergreifender Werbung,
   - Verstärkung der Umsatzkomponente,
   - Modifikation der Stichtagsregelung mit anteiliger 
     Berücksichtigung der Marktentwicklung,
   - Unterstützung von Sonderheften mit verkaufsfördernder Wirkung. 

Die Regelungen gelten für alle Verlage und Magazine gleichermaßen. Hochauflagige Zeitschriften mit wöchentlicher und 14täglicher Erscheinungsweise wie z.B. DER SPIEGEL, STERN, COMPUTER BILD, BRAVO profitieren ebenso wie umsatzstarke Zeitschriften mit monatlicher oder seltenerer Erscheinungsweise wie z.B. GEO, VIEW, DER FEINSCHMECKER und LANDLUST.

Die Struktur der Absatz- und Umsatz-Tabelle ist systemkonform und ausgewogen. "Gleiches" wird gleich behandelt, eine Diskriminierung einzelner Verlage oder Zeitschriften findet nicht statt. Die Differenzierung in verschiedene Absatz- und Umsatz-Stufen entspricht der langjährig anerkannten Mischkalkulation und ist sachgerecht. Mittelständische Verlage, Großverlage und Nationaldistributoren mit jeweils sehr unterschiedlichen Sortimentsstrukturen bewerten den neuen Konditionen und Leistungsrahmen positiv.

Der Pressegroßhandel ist Systemdienstleister für alle Verlage. Die bundesweit 73 Presse-Grossisten vertreiben ein Pressesortiment von bis zu 6.000 Titeln. Die Top 100 Zeitschriften realisieren im Einzelverkauf einen Umsatzanteil zu Abgabepreisen an den Einzelhandel von über 60 Prozent. Sie bilden das wirtschaftliche Rückgrat des Pressevertriebs und tragen wesentlich zur Alimentierung des aufwändigen Vertriebsnetzes, das allen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen offen steht, bei. Viele dieser Titel können die Vertriebskosten durch aufwandsgerechte Anpassung der Rabatte deutlich senken.

70 Prozent aller Zeitschriften-Titel weisen einen Verkauf von weniger als 10.000 Exemplaren bundesweit und eine durchschnittliche Remissionsquote von rd. 71 Prozent auf. Selbst für diese Titel, die aufgrund ihrer Objektstruktur eine zunehmend intensivere vertriebliche Steuerung des Presse-Grosso erfordern, bleiben die Vertriebspreise stabil. Dies gilt auch für die wachsende Zahl der Zeitschriften, die aufgrund der rückläufigen Auflagenentwicklung immer stärker auf die ausgleichende Wirkung des Grosso-Vertriebssystems angewiesen sind.

Das Presse-Grosso begegnet der anhaltend rückläufigen Absatz- und Umsatzentwicklung bei gleichzeitig steigenden Personal-, Energie- und Transportkosten durch Rationalisierungen in marktfernen Bereichen, Kooperationen sowie Zusammenschlüsse. Preissteigerungen wurden bislang nicht an die Marktpartner weitergegeben. Anders als in Großbritannien beteiligen die deutschen Presse-Grossisten den Einzelhandel nicht an den Logistikkosten. Dadurch bleibt die Überallerhältlichkeit von Presse auch in dünn besiedelten Gebieten gewährleistet.

Der Pressegroßhandel sichert auch in Zukunft allen Neutiteln unabhängig ihrer wirtschaftlichen Kraft und inhaltlichen Ausrichtung den ungehinderten Marktzugang. Jährlich kommen ca. 600 neue Zeitschriften in die Presseregale. 30 Prozent der Neutitel werden noch während der Einführungsphase eingestellt. Mit der Förderung hochauflagiger Neutitel sowie der Newcomer mit gattungsübergreifender Werbung lädt das Presse-Grosso zu wesentlichen Investitionen in den Printmarkt ein.

Die jährlich ca. 1.300 neuen Sonderheft-Folgen stoßen zunehmend an Grenzen der Präsentationskapazitäten im Presseregal. Mit der neuen Sonderheft-Regelung nimmt der Pressegroßhandel seine Verantwortung gegenüber dem Einzelhandel wahr. Gefördert werden aperiodisch erscheinende Zeitschriften und Sonderhefte mit signifikanten Impulsen für den Vertriebsmarkt.

Der neue Konditionen- und Leistungsrahmen des Presse-Grosso stellt eine systemkonforme und zukunftsorientierte Grundlage für die Gewährleistung publizistischer und wirtschaftlicher Effizienz dar. Auch in Zeiten wirtschaftlicher Rezession sind der ungehinderte Marktzugang, die vertriebliche Gleichbehandlung, die Überallerhältlichkeit sowie der inter- und intramediale Wettbewerb um die Gunst der Konsumenten gesichert. Der Bundesverband Presse-Grosso ist zuversichtlich, dass eine Regelung für den gesamten Pressemarkt auf dieser Basis gefunden werden kann.

Die 73 Presse-Grossisten und der Bundesverband Presse-Grosso fördern durch eine permanente Anpassung der Strukturen, Prozesse und Leistungen die Effizienz sowie Leistungskraft des Vertriebssystems. Der heimische Pressevertrieb erhält anders als z.B. in Frankreich keine staatlichen Finanzhilfen. Der neue Konditionen- und Leistungsrahmen beschleunigt jedoch den durch die negative wirtschaftliche Entwicklung ohnedies eingeleiteten Kooperations- und Konzentrationsprozess im Pressegroßhandel.

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